Letzte Aktualisierung: 11:34 Uhr

EU-Genehmigung

Flughafen Memmingen darf ausbauen

Die EU sagt Ja: Der Flughafen Memmingen darf ausbauen. Damit erfüllt der Allgäu Airport den Wunsch eines wichtigen Kunden.

Allgäu Airport

Flughafen-Geschäftsführer Schmid (2.v.r.) feiert mit Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs (Mitte) die Eröffnung der Basis: Ryanair wollte den Ausbau.

Jetzt soll alles ganz schnell gehen: Der Allgäu Airport in Memmingen hat von der EU grünes Licht für den Ausbau erhalten. Das teilt der Flughafen. «Nun können wir endlich loslegen und die längst fälligen Baumaßnahmen angehen», so Geschäftsführer Ralf Schmid. Konkret hat die EU am Donnerstag (7. September) erlaubt, dass der Freistaat Bayern zu der insgesamt 17 Millionen Euro teuren Investition 12,2 Millionen Euro beisteuern darf.

Zuerst soll in Memmingen die Landebahn um 15 auf 45 Meter verbreitert werden, heißt es vom Flughafen. «Wir beginnen jetzt sofort mit allen Vorarbeiten und Ausschreibungen», sagt Schmid. Beim Bau müsse man zahlreiche Auflagen beachten und auch die Naturschutz-Behörden mit einbeziehen. Damit der Flugbetrieb nicht gestört wird, soll der Ausbau im kommenden Sommer meistens während der Nacht stattfinden.

Herbst 2018 abgeschlossen

Schon im Herbst soll dann die Verbreiterung der Landebahn abgeschlossen sein. Das sei ein sportlicher Zeitplan, gesteht Geschäftsführer Schmid ein. «Aber wir werden ihn einhalten.» Zusätzlich zur Landebahn sollen auch das Instrumentenlandesystem ILS 06, die Pistenbefeuerung und die Gepäckhalle ausgebaut werden.

Die Entscheidung dürfte auch Ryanair glücklich machen. Die irische Billigairline setzt zunehmend auf den süddeutschen Flughafen und baut dort kräftig aus. Erst am Dienstag hat Ryanair dort die zehnte deutsche Basis eröffnet. Zu den zehn bestehenden Routen kommen sieben weitere hinzu.

Ryanair hatte Forderungen gestellt

Und die Billigfluglinie hatte auch deutlich erklärt, was sie im Gegenzug von der lokalen Politik erwartet. «Unser Partner erwartet einen zeitnahen Ausbau unseres Flughafens und vertraut auf die politischen Akteure, ihren Zusagen Taten folgen zu lassen und die geplanten Maßnahmen zu unterstützen», so Schmid bei der Bekanntgabe.



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