Chaos im Süden Brasiliens

Besonders ärgerlich ist die Panne für die Billigairline Azul. Denn sie hat ihre Basis in Viracopos. Mehr als 400 Flüge musste sie seit Samstagabend (13. Oktober) annullieren, rund 25'000 Passagiere waren davon betroffen. Insgesamt fielen am Flughafen rund 500 Flüge aus. Erst am Montagabend keimte langsam wieder Hoffnung auf Besserung auf. Um 16 Uhr Ortszeit oder 44 Stunden nach dem Unglück, begannen die Sicherheitskräfte die stark havarierte, 130 Tonnen schwere und noch immer mit 19 Tonnen Kerosin gefüllte Maschine abzuschleppen. Fünf Feuerwehrfahrzeuge und 70 Fachkräfte waren an der Aktion beteiligt. Um die MD11 überhaupt transportierbar zu machen wurde eine Art riesige Luftmatratze unter die linke Tragfläche gelegt.
Gescheiterte Bergung
Vor dem Abschleppen wurde die Fracht ausgeladen: Elektronikkomponenten, chemische Produkte und Autoteile. Erste Versuche einer Bergung waren gescheitert, da beim Anheben die Struktur des Jets instabil wurde. Am Montagabend gelang dann die Bergung endlich. Erste Flugzeuge konnten wieder abheben.
Zuvor aber gab es an Brasiliens Himmel noch weitere Probleme. Am Montagmorgen zur Hauptreisezeit fiel auch das Buchungssystem von TAM aus. Diese Panne sei aufgrund einer Instabilität des globalen Systems Amadeus entstanden, so die Fluggesellschaft. Sie dauerte bis um 11 Uhr Lokalzeit an. Das führte vor allem auf dem Flughafen São Paulo Congonhas zu Verspätungen. Die Mitarbeiter am Checkin mussten die Arbeiten alle von Hand erledigen, es kam zu langen Schlangen.
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