Balearen leiden unter Spanair-Pleite

Unter der Pleite leiden vor allem auch die Baleareninseln Mallorca, Menorca und Ibiza. Rund 20 Prozent aller Flüge auf die Inselgruppe wurden von Spanair angeboten, wie die Zeitung Diario de Mallorca berichtet. Letztes Jahr transportierte Spanair 1,1 Millionen Passagiere von und nach Mallorca, 335'000 von und nach Menorca und 407'000 Millionen von und nach Ibiza. Sie fallen nun weg, sofern nicht andere Airlines die Strecken übernehmen. Alleine Ibiza verliert 24 wöchentliche Flüge durch das Aus von Spanair. Kurzfristig saßen am Wochenende gemäß der Zeitung etwa 1200 Passagiere am Flughafen Mallorca fest, die sich um einen Ersatzflug kümmern mussten. Am Wochenende waren insgesamt 27 Spanair-Flüge von und zu den Inseln geplant.
Arbeitsplätze gefährdet
Aber auch langfristig hat das Grounding Folgen. Wie die deutschsprachige Mallorcazeitung berichtet, sind an dem Flughafen in Palma 110 Angestellte betroffen. Sie arbeiteten im Callcenter und beim Check-in, Boarding und der Gepäckabfertigung. Die Spanair-Schalter wurden am Sonntag (29. Januar) zwar wieder geöffnet, aber nur, um die gestrandeten Passagiere über ihre Möglichkeiten zu informieren. Ein Sprecher der Regionalregierung der Balearen sorgt sich wegen der Folgen der Pleite. Die Situation der Fluganbindung auf die Inseln sei jetzt schon «heikel» - es gebe zu wenig Angebote. Durch die ausgefallenen Flüge würde sie sich noch verschlimmern.


