ANA mottet letzte Jumbos ein

Stefan Eiselin
Pikachu-Jumbo von ANA: Fliegt bald nicht mehr.
Pikachu-Jumbo von ANA: Fliegt bald nicht mehr.
Kentaro Iemoto/Fickr/CC

Die japanische Fluggesellschaft zieht ihre vier verbliebenen Boeing B747-400 aus dem Verkehr. Es sind ganz spezielle Versionen des Großraumflugzeugs.

Vor allem Kinder werden traurig sein. Der Pikachu-Jumbo fliegt nicht mehr lange. Die mit Motiven aus der japanischen Zeichentrickserie Pokemon verzierte Boeing B747-400 von ANA All Nippon Airways wird im September aus dem Verkehr gezogen. Auch die restlichen drei Flieger des Typs mottet die Fluggesellschaft bis kommenden März ein. Die Maschinen sind inzwischen im Schnitt zwanzig Jahre alt. Deshalb ist ihr Treibstoffverbrauch deutlich höher als bei neueren Maschinen. Angesichts des hohen Kerosinpreises will ANA diese Extra-Kosten nicht mehr zahlen. Die B747 werden durch kleinere, aber effizientere Airbus A320 und Boeing B737 ersetzt.

Eigentlich war die Ausmusterung bereits für letzten April vorgesehen. Doch das weltweite Grounding des Dreamliners machte der Airline einen Strich durch die Rechnung. ANA musste die Flieger länger einsetzten als geplant.

Auf Inlandsrouten eingesetzt

Die B747 von ANA sind Spezialversionen. Die B747-400D - das D steht für Domestic – wurde speziell für Japan entwickelt. Sie weist kürzere Tragflächen auf und ist für Inlandsrouten mit häufigen Starts und Landungen gemacht. Sie ist auch dichter bestuhlt. Bei ANA passten 563 Passagiere in das Flugzeug. Boeing baute nur 19 Stück der Version, acht für JAL Japan Airlines, elf für All Nippon. JAL mottete die Flieger bereits früher ein.

ANA setzte die vier Maschinen auf den Hochfrequenzrouten in Japan ein. So bedienten sie Tokio - Sapporo (833 Kilometer), Tokio - Okinawa (1550 Kilometer) und Nagoya - Okinawa (1300 Kilometer). 

 


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