Airbus A320 von Alaska Airlines: Geerbt von Virgin America.

Zehn A320 müssen früher wegWirft Alaska Airlines alle Airbus-Jets raus?

Alaska Airlines wird weitere Boeing 737 Max ordern oder zusätzliche Jets der A320-Neo-Familie. Eine aktuelle Entscheidung deutet darauf hin, dass Boeing im Vorteil sein könnte.

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Alaska Airlines war einst ein reiner Boeing-Betreiber. Doch im Jahr 2016 kaufte sie Virgin America und übernahm damit auch Airbus-Flugzeuge: mehr als 60 Airbus A319 und A320, zehn A321 Neo sowie eine Bestellung über 30 Exemplare des A320 Neo.

Nun hat Alaska Airlines laut dem Magazin Aviation Week in einer Börsenmitteilung aber erklärt, sich «früher als bisher erwartet» von zehn A320 zu trennen. Ein konkretes Datum nannte die Fluglinie nicht. Das Bemerkenswerte daran ist: Laut dem Magazin handelt es sich um relative junge Flieger mit einem Durchschnittsalter von fünf Jahren. Diese zehn Jets gehören der Fluglinie, während die anderen Maschinen des Typs geleast sind.

Airbus A319 schon aussortiert

Dass sich die Fluggesellschaft von so jungen Fliegern trennt, könnte ein Hinweis darauf sein, dass sie langfristig wieder eine reine Boeing-Flotte anstrebt - abgesehen von ihren mehr als 60 Embraer 175. Im Zuge der Corona-Krise hat Alaska Airlines schon alle zehn A319 und zwei A320 stillgelegt, aber nicht die älteren Boeing 737-700.

Schon seit Anfang des Jahres wird spekuliert, ob die Airline ihre Flotte entweder mit weiteren A320 Neo/A321 Neo aufstockt und künftig mit Airbus- und Boeing-Jets fliegt. Oder ob sie sich vom Virgin-Erbe trennt und weitere Boeing 737 Max ordert.

32 Boeing 737 Max schon bestellt

Derzeit hat die Fluglinie 32 bestellte Boeing 737 Max in Boeings Büchern stehen. Für eine weitere Order würde sprechen, dass die Max kurz vor der Rückkehr steht und derzeit wohl günstig zu haben ist. Anderseits hat das lange Grounding deutlich gemacht, wie riskant es sein kann, sich als große Airline einzig auf ein Kurz- und Mittelstreckenmodell festzulegen.

Von der älteren Generation 737 NG hat Alaska Airlines mehr als 160 Maschinen. Darunter befinden sich 80 Boeing 737-900ER, von denen die älteste gerade einmal 4,5 Jahre alt ist.

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Schon 2017 gab Alaska Airlines bekannt, die Marke der von ihr übernommen Fluglinie Virgin America verschwinden zu lassen.
Genau das <a href="https://www.aerotelegraph.com/virgin-america-ueber-nacht-verschwunden" target="_blank" rel="noopener">geschah dann zum großen Teil in der Nacht vom 24. auf den 25. April 2018</a>. Am Abend starteten kurz hintereinander die letzten beiden Virgin-America-Flüge: VX 1182 von San Francisco nach Newark und VX 1948 von San Francisco nach Los Angeles. Ab dem nächsten Morgen hoben die Jets der übernommenen Fluglinie als Alaska-Airlines-Flüge mit der Kennung AS ab.

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