Die Pisten 28L (links) und 28R (rechts): San Franciscos parallele Pisten.

Aeromexico-Jet steuert falsche Piste anWieder heikler Zwischenfall in San Francisco

Ein Flieger von Aeromexico landete in San Francisco fast auf einer falschen Piste - die gerade besetzt war. Es ist der dritte ähnliche Zwischenfall in sechs Monaten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es passierte kurz nach Mitternacht am frühen Dienstagmorgen (9. Januar). Flug AM668 aus Mexico City war bereit zur Landung am San Francisco International Airport. Die Piloten von Aeromexico bekamen die Erlaubnis, auf Piste 28R zu landen. Doch das taten sie nicht. Stattdessen richteten sie ihre Boeing 737-800 auf Piste 28L aus.

Auf der parallelen Landebahn 28L wartete zum Zeitpunkt des Anflugs ein Airbus A320 von Virgin America, der nach Kona in Hawaii fliegen sollte. Die Lotsen am Flughafen San Francisco bemerkten den Irrtum und wiesen die Piloten der Boeing 737 an, die Landung abzubrechen. Die Aeromexico-Maschine war in jenem Zeitpunkt noch rund 1,6 Kilometer von der Piste entfernt.

Beinahe-Katastrophe von Air Canada

Beim Zwischenfall ist nichts passiert. Dennoch beunruhigt er viele. Denn es ist bereits der dritte in San Francisco innerhalb weniger Monate. Der dramatischste war der vom 7. Juli 2017. Ein Airbus A320 von Air Canada steuerte damals statt der Landebahn 28R den Rollweg C an. Dort warteten vier Flieger.

Im Oktober landete wiederum ein Flieger von Air Canada auf Piste 28R in San Francisco, obwohl die Lotsen die Piloten angewiesen hatten, die Landung abzubrechen. Im Kontrollturm war man sich nicht sicher, ob das vorher gelandete Flugzeug die Landebahn früh genug verlassen würde. Doch die Crew reagierte nicht - und gab später Kommunikationsprobleme an.

Plan für andere Piste

In San Francisco werden nun Stimmen laut, die sagen, die beiden Pisten lägen zu eng beieinander. In der Tat existierte vor mehr als zehn Jahren ein Plan, eine Piste weiter links von 28 L ins Meer zu bauen. Er scheiterte aber an den Einwänden von Anwohnern und Umweltschützern.

Mehr zum Thema

Visualisiert: So lief die Beinahe-Katastrophe ab.

A320 war Katastrophe noch näher, als gedacht

Flughafen JFK: Zum Glück passierte niemandem etwas.

Gefährlicher Irrtum bei Landung in New York JFK

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies