Letzte Aktualisierung: 18:41 Uhr

Aeromexico-Jet steuert falsche Piste an

Wieder heikler Zwischenfall in San Francisco

Ein Flieger von Aeromexico landete in San Francisco fast auf einer falschen Piste - die gerade besetzt war. Es ist der dritte ähnliche Zwischenfall in sechs Monaten.

Google Maps

Die Pisten 28L (links) und 28R (rechts): San Franciscos parallele Pisten.

Es passierte kurz nach Mitternacht am frühen Dienstagmorgen (9. Januar). Flug AM668 aus Mexico City war bereit zur Landung am San Francisco International Airport. Die Piloten von Aeromexico bekamen die Erlaubnis, auf Piste 28R zu landen. Doch das taten sie nicht. Stattdessen richteten sie ihre Boeing 737-800 auf Piste 28L aus.

Auf der parallelen Landebahn 28L wartete zum Zeitpunkt des Anflugs ein Airbus A320 von Virgin America, der nach Kona in Hawaii fliegen sollte. Die Lotsen am Flughafen San Francisco bemerkten den Irrtum und wiesen die Piloten der Boeing 737 an, die Landung abzubrechen. Die Aeromexico-Maschine war in jenem Zeitpunkt noch rund 1,6 Kilometer von der Piste entfernt.

Beinahe-Katastrophe von Air Canada

Beim Zwischenfall ist nichts passiert. Dennoch beunruhigt er viele. Denn es ist bereits der dritte in San Francisco innerhalb weniger Monate. Der dramatischste war der vom 7. Juli 2017. Ein Airbus A320 von Air Canada steuerte damals statt der Landebahn 28R den Rollweg C an. Dort warteten vier Flieger.

Im Oktober landete wiederum ein Flieger von Air Canada auf Piste 28R in San Francisco, obwohl die Lotsen die Piloten angewiesen hatten, die Landung abzubrechen. Im Kontrollturm war man sich nicht sicher, ob das vorher gelandete Flugzeug die Landebahn früh genug verlassen würde. Doch die Crew reagierte nicht – und gab später Kommunikationsprobleme an.

Plan für andere Piste

In San Francisco werden nun Stimmen laut, die sagen, die beiden Pisten lägen zu eng beieinander. In der Tat existierte vor mehr als zehn Jahren ein Plan, eine Piste weiter links von 28 L ins Meer zu bauen. Er scheiterte aber an den Einwänden von Anwohnern und Umweltschützern.



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