Die verunglückte RA-71165 im Autonomen Kreis der Nenzen: Zwei Insassen überlebten nicht.

Bei WetterwechselnWie Russland Abstürze von Antonov An-2 verhindern will

Im Januar verunglückte in Russland eine Antonov An-2, nachdem das Wetter umgeschlagen war. Auch im November gab es einen Vorfall. Nun reagiert die Luftfahrtbehörde.

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Die Antonov An-2 kam nie am Ziel an: Am 10. November verunglückte das Flugzeug mit dem Kennzeichen RA-84566 der Fluggesellschaft Strizh Avia in der Region Chukotka in Russlands Fernem Osten. Die Maschine wurde zerstört, aber alle drei Insassen überlebten.

Der Gouverneur der Region, Vladislav Kuznetsov, erklärt nun auf seinem Telegram-Kanal, dass sich die Wetterbedingungen während des Landeanfluges der 42 Jahre alten An-2 stark verschlechtert hatten und damit auch die Sicht. Zudem gab es plötzlich starke Böen. «Nach vorläufigen Erkenntnissen war dies die Unfallursache», schreibt Kuznetsov.

Im Januar überlebten zwei An-2-Insassen nicht

Auch mit schlechtem Wetter zu kämpfen hatten die Piloten einer anderen An-2 im Januar. Der Flieger mit dem Kennzeichen RA-71165 verunglückte im Autonomen Kreis der Nenzen in der Oblast Archangelsk: Das Wetter verschlechterte sich, es kam zu starken Vereisungen.

Die Crew, die auch zehn Fluggäste an Bord hatte, wollte einen Ausweichflugplatz anfliegen, verlor aber schnell an Höhe. Zehn Kilometer östlich des Dorfes Karatayka kam die An-2 schließlich hart auf, was den Koplioten und einen Passagier das Leben kostete.

Video, aufgenommen nach dem Unglück der RA-84566 in Chukotka: Die Insassen hatten Glück.

Untersuchung findet Fehler beim Piloten

Laut der nachfolgenden Untersuchung hatte der steuernde Pilot die Risiken der Vereisung nicht richtig eingeschätzt, vorzeitig den Flugplan geändert und die Sichtflugregeln bei einem längeren Flug mit Vereisungen nicht eingehalten. Das soll nicht wieder passieren

Daher hat die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya im November neue Empfehlungen an Betreiber von Flugzeugen von der Größe der An-2 und kleiner herausgegeben. Sie sollen ihre Crews mehr trainieren für Szenarien, in denen sich das Wetter plötzlich verschlechtert.

Russische Luftfahrtbehörde empfiehlt Sondertraining

Das geht aus einem Rosaviatsiya-Schreiben vor, das dem Luftfahrtkanal Aviatorshina vorliegt. Die Piloten sollen demnach besser darin geschult werden, die Wetterbedingungen einzuschätzen und ihre Entscheidungen danach zu richten. Zudem sollen sie mehr trainieren, bei Vereisungen und unter Sichtflugregeln zu fliegen.

Die Karte zeigt an, wo die Unglücke in etwa stattfanden:

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