FWD Supreme: Soll Indien helfen, in Luftkämpfen zu reüssieren.

FWD SupremeEin KI-gesteuertes Kampfflugzeug aus Indien

Ein Start-up aus Indien arbeitet an einem autonomen Kampfflugzeug, das in großen Stückzahlen eingesetzt werden soll. Mit dem Projekt FWD Supreme will das Unternehmen teure bemannte Kampfjets durch Schwärme deutlich günstigerer Drohnen ergänzen oder teilweise ersetzen.

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Künstliche Intelligenz statt Pilot: Ein Start-up aus Indien arbeitet an einem autonomen Kampfflugzeug, das künftig in großen Stückzahlen feindliche Jets bekämpfen soll. Hinter dem Projekt steht die Idee, teure bemannte Kampfflugzeuge durch Schwärme deutlich günstigerer Drohnen zu ergänzen – oder sogar zu ersetzen.

Das Unternehmen Flying Wedge Defence and Aerospace FWDA aus Bengaluru, dem Silicon Valley Indiens, hat erste Entwürfe seines KI-gesteuerten Kampfflugzeugs FWD Supreme vorgestellt. Wie die Zeitung The Economic Times berichtet, ist der Erstflug des Technologiedemonstrators FWD Supreme Lite für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Entwickler und geistiger Vater des Projekts ist Ingenieur Suhas Tejaskanda, Gründer und Chef von FWDA.

Indiens Inspiration von den Singvögeln

Das Fluggerät soll die von der indischen Luftwaffe favorisierte sogenannte Mobbing-Doktrin unterstützen. Das ungewöhnlich benannte Konzept orientiert sich an einem Verhalten aus der Natur: Mehrere kleine Singvögel schließen sich zusammen, um einen deutlich stärkeren Greifvogel zu vertreiben.

Nach diesem Prinzip soll auch die FWD Supreme eingesetzt werden. Die autonome, über KI-Knoten gesteuerte Drohne soll in großen Stückzahlen produziert werden, um deutlich kostspieligere bemannte Kampfflugzeuge wie Eurofighter Typhoon, MiG-31 oder F-16 Fighting Falcon zu bekämpfen. Nach Vorstellungen von Tejaskanda könnten bereits zehn bis 20 FWD-Supreme-Drohnen ausreichen, um ein feindliches Flugzeug – etwa aus Pakistan – auszuschalten und dabei Personal, Material und finanzielle Ressourcen zu schonen.

Gestärkt in Luftkämpfen

Geplant sind zwei Versionen. Die FWD Supreme Lite soll als rund 250 Kilogramm schwerer Technologie- und Erprobungsdemonstrator dienen. Parallel dazu entsteht die deutlich größere FWD Supreme Heavy mit einem Startgewicht von etwa einer Tonne. Diese Variante ist für autonome Kampfeinsätze mit größerer Reichweite ausgelegt. Die Plattform soll flexibel für Spionagemissionen, Angriffsoperationen und kooperative Dogfights eingesetzt werden können – ganz nach dem Motto «getrennt marschieren, vereint zuschlagen». Über die genauen Abmessungen der künftigen KI-Kampfflugzeuge ist bislang nichts bekannt.

Die Indian Air Force und ihre Zulieferer arbeiten derzeit intensiv an neuen Technologien, um in künftigen Luftkämpfen mit Tarnkappenjets, Drohnen, künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing bestehen zu können.

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