Vier der neun Flieger von Dutch Antilles Express: Basis in Willemstad.

Venezuela sperrt Dutch Antilles aus

Venezuela entzieht der auf Curaçao beheimateten Dutch Antilles Express die Lizenz. Die Fluggesellschaft will sich das nicht gefallen lassen.

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Die Airline habe mehrfach gegen Sicherheitsauflagen verstoßen, begründet die venezolanische Luftfahrtsicherheitsbehörde Inac. Sie bezeichnet das Flugverbot für Dutch Antilles Express in einer Presseerklärung aber als reine Vorsichtsmaßnahme. Die betroffene Fluggesellschaft erkennt die Schelte nicht an. Die Behörde beziehe sich auf Untersuchungen vom 10. Januar 2013 und 20. April 2012. Damals seien unverhofft einige neue Anforderungen gestellt worden. Inzwischen seien auch die erfüllt. «Wir reichten die Nachbesserungen bei der Behörde ein. Das können wir auch beweisen. Allerdings erhielten wir keine Rückantwort», erklärt das Unternehmen in seiner Stellungnahme.

Die Fluggesellschaft will sich jetzt bei der heimischen Regierung dafür einsetzen, dass als Gegenmaßnahme Beschränkungen gegen venezolanische Anbieter ergriffen werden. Das soll geschehen, um «den Grundsatz der Gleichbehandlung zu wahren», erklärt Dutch Antilles Express gegenüber der Tageszeitung El Universal. Die Fluggesellschaft bereitet zugleich eine Klage gegen die Inac vor und will eventuell auch Schadenersatz geltend machen.

Auch andere haben Probleme

Zugleich will Dutch Antilles Express die restlichen Flüge weiterführen. Die Fluglinie fliegt von der Hauptstadt Willemstad in diverse lateinamerikanische Städte und zu Nachbarinseln sowie nach Miami und Orlando in den USA. Vor allem in den Vereinigten Staaten sieht sie noch Potenzial. Dutch Antilles Express betreibt eine Flotte von drei ATR 42 und 72, drei Fokker 100 und drei McDonnell Douglas MD83. Die Insel Curaçao liegt rund 60 Kilometer vor der Küste Venezuelas, gehört aber als autonomer Landesteil zum Königreich der Niederlande.

Dutch Antilles Express ist nicht die einzige Airline, die Probleme mit den venezolanischen Behörden hat. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf lokale Medien berichtet, gebe es durch strenge Kontrollen durch die Regierung bei der Rückführung von Gewinnen. Rund eine Milliarde Dollar würden so in Venezuela festsitzen.

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