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Trump-Plan

USA erwägen Verkauf von Hauptstadtflughäfen

Die Airports Dulles und Ronald Reagan in Washington gehören den USA. Das könnten sich laut den Plänen der Regierung nun ändern.

m01229/Flickr/CC BY

Flughafen Ronald Reagan: Könnte privatisiert werden.

Die Washingtoner Flughäfen Dulles International Airport und Ronald Reagan National Airport sind Eigentum der Vereinigten Staaten von Amerika. Das ist durchaus ungewöhnlich, da die meisten US-Flughäfen sich zwar in öffentlichem Besitz befinden, jedoch von lokalen Einheiten. Nun erwägt die Regierung von Präsident Donald Trump jedoch den Verkauf der beiden Flughäfen – zusammen mit anderer Infrastruktur im Besitz des Bundes.

«Dass diese Vermögenswerte Eigentum des Bundes sind, kann zu suboptimalen Investitionsentscheidungen führen und ein Risiko für die Steuerzahler mit sich bringen», zitiert der Fernsehsender CNBC aus dem Infrakstrukturvorschlag der Regierung. Die beiden Flughäfen gehörten zu den Teilen der Infrastruktur, die besser bundesstaatliches, lokales oder privates Eigentum sein sollten, heißt es weiter.

Was halten die Airlines von dem Plan?

Samuel Engel, Luftfahrtexperte der Beratungsfirma ICF, gab gegenüber dem TV-Sender zu bedenken, dass die Fluggesellschaften normalerweise Änderungen in der Eigentümerstruktur eines Flughafens zustimmen müssten. «Die Airlines würden wohl keinen Deal unterstützen, der zu höheren Gebühren führen würde», sagte Engel. Über mögliche Interessenten an den beiden Airports ist bisher noch nichts bekannt.

Der Dulles International Airport liegt rund 40 Kilometer westliches des Stadtzentrums von Washington D.C., wurde 1962 eröffnet und zählte im Jahr 2016 knapp 22 Millionen Fluggäste. Der Ronald Reagan National Airport brachte es im selben Jahr auf rund 23,5 Millionen Passagiere. Er liegt zentraler und liegt in unmittelbarer Nähe des Pentagons.



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