Leere Check-in Schalter.

Corona-KriseEin internationales Drehkreuz wird zum Geisterflughafen

Alle Abflüge des Tages auf einer Anzeigetafel – das Coronavirus fegt auch Europas Drehkreuze leer. Wir waren in Zürich vor Ort.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die Luftfahrtbranche macht wohl gerade die härteste Zeit ihrer Geschichte durch. Alle Airlines reduzierten das Flugprogramm oder groundeten gleich die ganze Flotte. Rund 700 der 763 Flugzeuge der Lufthansa-Gruppe sind etwa derzeit am Boden. Flughäfen werden zu Geisterstädten.

aeroTELEGRAPH hat sich am Flughafen Zürich ein Bild der Lage gemacht.  Im letzten Jahr sind hier 31,5 Millionen Passagiere angekommen, abgeflogen oder umgestiegen. Davon merkt man derzeit kaum noch etwas.

Kein Gedränge, nur Absperrbänder

Schon auf dem Weg zum Flughafen ist alles anders. Menschenleere Züge, nur vereinzelt Autos auf den Zubringerstraßen. In den Hallen zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Schalter sind leer, nur noch vereinzelte Gäste werden am Check-in abgefertigt. Ganze Schalterreihen sind nicht besetzt. Wo sonst Gedränge herrscht, sind nur Absperrbänder zu sehen.

Dasselbe Bild auch bei den sonst so gut besuchten Geschäften und Restaurants. Außer dem Lebensmittelhändler, Apotheken und Banken hängt an den Türen überall die gleiche Botschaft: bis auf Weiteres geschlossen.

Alle Flüge des Tages auf einer Anzeigetafel

Vereinzelt sieht man noch Passagiere mit ihrem Gepäck durch die weiten Hallen laufen. Die meisten sind mit Gesichtsmasken unterwegs. Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter haben sich mit zwei Meter Abstand auf eine Bank gesetzt und  warten vermutlich auf ihren Flug. Ein Blick auf die Anzeigetafel zeigt, dass es zwar noch Flüge gibt, das Angebot aber bereits stark reduziert wurde. Alle Abflüge des Tages haben auf einer Tafel Platz – ein Bild, das man sonst nur an Regionalairports sieht.

In der Parkgarage warten ein paar einsam geparkte Autos auf ihre Besitzer. Dort, wo man sonst minutenlang im Kreis fährt, um einen freien Parkplatz zu finden, herrscht gähnende Leere.

Nur vereinzelt noch Starts

Auch dem Rollfeld ist es viel ruhiger als noch vor ein paar Tagen, geschweige denn Wochen. Vereinzelt starten und landen noch Flieger. Gerade etwa der A380 von Singapore Airlines. Doch auch das dürfte eines der letzten Male sein. Auch die Fluggesellschaft stellt ihre Flüge nach Zürich vorübergehend ein.

Gedränge herrscht nur noch auf dem Vorfeld, dort wo die Flugzeuge von Swiss geparkt werden. Doch weil es am Flughafen Kloten zu wenig Platz für die Flieger hatte, wurden einige inzwischen auf den Militärflugplatz Dübendorf umgeparkt. Allen, denen die Luftfahrt am Herzen liegt, dürfte auch oder gerade beim guten Wetter, das derzeit oft herrscht, weh ums Herz werden. Denn etwas fehlt am blauen Himmel: Die Kondensstreifen.

Sehen Sie oben in der Bildergalerie Eindrücke des Flughafens Zürich in dieser außergewöhnlichen Zeit.

Mehr zum Thema

Swiss, Schweiz.

Swiss fliegt nur noch mit sechs Flugzeugen

Parkfläche am Flughafen Zürich: Gut besetzt.

Swiss muss Flugzeuge in Dübendorf abstellen

Airbus A380 von Lufthansa: Am Boden.

Lufthansa muss noch deutlich mehr Flugzeuge stilllegen

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack