Maschine musste umdrehen: Wegen des Zwischenfalls im Juli mussten 81 Passagiere in Perth übernachten.

Unruly Passenger42‘000 Euro Strafe für Passagier

Betrunken an Bord pöbeln? Das ist keine gute Idee. Diese Erfahrung musste jetzt auch ein junger Australier machen: Er muss mehr als 42‘000 Euro Strafe zahlen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Brenden Tume war ziemlich betrunken, als er im vergangenen Juli in das Flugzeug von Perth nach Sydney stieg, und schlief kurz nach dem Start ein. Die besorgten Flugbegleiter versuchten ihn nach zwei Stunden zu wecken – sie hatten Angst, dass er ohnmächtig geworden war. So abrupt geweckt wurde der 23-Jährige aggressiv: Er beschimpfte das Kabinenpersonal, bezichtigte sie, sein Portemonnaie gestohlen zu haben und drohte «das Flugzeug runterzubringen». Der Pilot der Maschine drehte daraufhin um und flog zurück nach Perth.

Nun wurde der Fall vor Gericht in Perth verhandelt und die Strafe dürfte den jungen Australier ziemlich schmerzen: Er muss insgesamt 42'000 Euro Strafe für sein Verhalten zahlen, berichtet ABC. Weil die Maschine nicht am gleichen Tag nach Sydney fliegen konnte, mussten die 81 Passagiere an Bord in Perth in einem Hotel untergebracht werden. Zudem musste die Maschine neu betankt werden.

«Unruly Passengers» werden zu Problem

Der Vorsitzende Richter Steven Heath verurteilte Tumes Verhalten: Es sei «unpassend, irrational und egoistisch» gewesen. Im Flugzeug seien Passagiere dem Verhalten anderer ausgesetzt. «Wenn jemand sich schlecht benimmt, dann hat das einen Einfluss auf die Sicherheit und das Wohlbefinden aller an Bord.»

«Unruly Passengers» – also aufsässige Passagiere – werden zunehmend zu einem Problem in der Luftfahrt. Allein zwischen 2007 und 2013 gab es nach IATA-Angaben mehr als 28‘000 Vorfälle, bei denen es über den Wolken zu verbalen und körperlichen Zusammenstößen kam.

Handys machen aggressiv

Häufig entstehen Konflikte aus einer harmlosen Ausgangssituation: Das Flugpersonal bittet Passagiere ihre Handys auszuschalten, Passagiere geraten untereinander wegen heruntergeklappter Rückenlehnen aneinander. Für Randalierer können solche Zwischenfälle teuer werden: Neben einer Strafe wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr droht ihm auch eine Buße für die Kosten, die den Airlines durch ungeplante Landungen entstehen.

Mehr zum Thema

ticker-virgin-australia

Virgin Australia nimmt Doha-Flüge wieder auf

ticker-virgin-australia

Virgin Australia stoppt Crew-Austausch mit Qatar Airways

ticker-virgin-australia

Virgin Australia setzt bei E2 auf Embraers Wartungsanalyse Ahead

ticker-virgin-australia

Virgin Australia bietet wieder Gepäck-Check-in für Kreuzfahrtgäste in Sydney

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack