Nach ShitstormUnited Airlines entschuldigt sich

Die erste Antwort auf den Shitstorm um den brutal aus einem Flieger gezerrten Passagier beruhigte die Gemüter nicht. Nun legt United Airlines nach und sagt formell Entschuldigung.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Gegen solche Bilder kann man eigentlich nicht gewinnen: ein offensichtlich gestresster Mann wird wie ein toter Hund aus einem Flugzeug gezerrt und verletzt sich dabei. Videos der Szene an Bord einer Maschine von United Airlines gingen um die Welt. Millionen von Menschen sahen sie. Das setzt der amerikanischen Fluggesellschaft gewaltig zu.

In einer ersten Stellungnahme versuchte Vorstandsvorsitzender Oscar Munoz sachlich zu argumentieren. Er sagte zwar, dass auch er verstört sei. Doch er erklärte der Online-Gemeinde zugleich auch, seine Mitarbeiter hätten korrekt gehandelt. Die technokratische Argumentation kam schlecht an. Und United geriet noch tiefer in den Shitstorm.

«Entschuldige mich von ganzem Herzen»

Der Aufruhr wurde so groß, dass Munoz sich jetzt nochmals zu Wort melden musste. In einer öffentlich publizierten Mitteilung an die Mitarbeitenden sprach er Gefühle an. Die Bilder hätten bei allen Angestellten «Empörung, Wut und Enttäuschung» ausgelöst. Auch bei ihm selbst. «Ich entschuldige mich von ganzem Herzen für das, was passiert ist», so Munoz.

Munoz erzählt weiter, er sei angesichts des Geschehenen «verstört» und entschuldigte sich auch ganz direkt beim betroffenen Passagier und bei allen anderen Passagieren. United übernehme für den Vorfall «die volle Verantwortung». Es sei nie zu spät das richtige zu tun und man werde dafür sorgen, dass so etwas nie wieder geschehe.

Grundlegende Überprüfung

Der United-Chef ordnete eine Überprüfung aller Abläufe an, die zum Vorfall mit dem Passagier geführt haben. Man schaue die Handlungen der Crew an, den Umgang mit Überbuchungen, die Zusammenarbeit mit den Behörden und die Belohnungen für freiwillig Aussteigende. Bis zum 30. April sollen die Resultate vorliegen und präsentiert werden.

Munoz sagt dann einen folgenschweren Satz, der ihn verpflichtet: «Ich versichere Ihnen, wir werden uns bessern». Er war im September 2015 angetreten, um United in eine neue Ära zu führen. Von Anfang an legte er den Fokus auf den Kundendienst. Die Fluggesellschaft hatte schon länger einen schlechten Ruf. Mit dem jetzigen Vorfall wurde viel dieser Aufbauarbeit zunichte gemacht.

Mehr zum Thema

ticker-united-airlines

United Airlines testet Vorbestellung von Essen ans Gate

ticker-united-airlines

United-App sucht bei Störungen automatisch nach alternativen Flügen

ticker-united-airlines

United nimmt acht geplante Regionalstrecken ab Chicago nicht auf

ticker-united-airlines

United setzt Airbus A321 XLR zunächst auf zwei Strecken im Inland ein

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack