Nach ShitstormUnited Airlines entschuldigt sich

Die erste Antwort auf den Shitstorm um den brutal aus einem Flieger gezerrten Passagier beruhigte die Gemüter nicht. Nun legt United Airlines nach und sagt formell Entschuldigung.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Gegen solche Bilder kann man eigentlich nicht gewinnen: ein offensichtlich gestresster Mann wird wie ein toter Hund aus einem Flugzeug gezerrt und verletzt sich dabei. Videos der Szene an Bord einer Maschine von United Airlines gingen um die Welt. Millionen von Menschen sahen sie. Das setzt der amerikanischen Fluggesellschaft gewaltig zu.

In einer ersten Stellungnahme versuchte Vorstandsvorsitzender Oscar Munoz sachlich zu argumentieren. Er sagte zwar, dass auch er verstört sei. Doch er erklärte der Online-Gemeinde zugleich auch, seine Mitarbeiter hätten korrekt gehandelt. Die technokratische Argumentation kam schlecht an. Und United geriet noch tiefer in den Shitstorm.

«Entschuldige mich von ganzem Herzen»

Der Aufruhr wurde so groß, dass Munoz sich jetzt nochmals zu Wort melden musste. In einer öffentlich publizierten Mitteilung an die Mitarbeitenden sprach er Gefühle an. Die Bilder hätten bei allen Angestellten «Empörung, Wut und Enttäuschung» ausgelöst. Auch bei ihm selbst. «Ich entschuldige mich von ganzem Herzen für das, was passiert ist», so Munoz.

Munoz erzählt weiter, er sei angesichts des Geschehenen «verstört» und entschuldigte sich auch ganz direkt beim betroffenen Passagier und bei allen anderen Passagieren. United übernehme für den Vorfall «die volle Verantwortung». Es sei nie zu spät das richtige zu tun und man werde dafür sorgen, dass so etwas nie wieder geschehe.

Grundlegende Überprüfung

Der United-Chef ordnete eine Überprüfung aller Abläufe an, die zum Vorfall mit dem Passagier geführt haben. Man schaue die Handlungen der Crew an, den Umgang mit Überbuchungen, die Zusammenarbeit mit den Behörden und die Belohnungen für freiwillig Aussteigende. Bis zum 30. April sollen die Resultate vorliegen und präsentiert werden.

Munoz sagt dann einen folgenschweren Satz, der ihn verpflichtet: «Ich versichere Ihnen, wir werden uns bessern». Er war im September 2015 angetreten, um United in eine neue Ära zu führen. Von Anfang an legte er den Fokus auf den Kundendienst. Die Fluggesellschaft hatte schon länger einen schlechten Ruf. Mit dem jetzigen Vorfall wurde viel dieser Aufbauarbeit zunichte gemacht.

Mehr zum Thema

ticker-united-airlines

United Airlines nimmt Flüge zwischen Houston und Chihuahua wieder auf

ticker-air-canada

Wettbewerbsbehörde warnt vor höheren Ticketpreisen durch Air Canada und United

ticker-boom-supersonic-neu

United-Chef zweifelt an Zeitplan für Überschallflugzeug Overture von Boom

Auf der Farnborough Airshow: Die Boeing 737 Max 10 ist inzwischen zugelassen.

Wie viel wissen Sie über die Boeing 737 Max 10?

Video

airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Aggrarflugzeug kurz vor Absturz: Das Flugzeug traf einen Kindergarten.
In Brasilien ist ein Agrarflugzeug kurz nach dem Start in eine Kindertagesstätte gestürzt. Das Flugzeug traf glücklicherweise einen Gebäudeteil, den die Kinder nicht nutzen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies