Jet von Turkish Airlines: Ohne kritische Medien unterwegs.

Polit-Krise erreicht Turkish

Die türkische Nationalairline boykottiert regierungskritische Zeitungen und verteilt sie nicht mehr. Das gefällt den Passagieren von Turkish Airlines nicht.

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Hamdi Topçu macht keine Umschweife. Ja, es gebe einen Boykott der Zeitungen Bugün, Ortadoğu, Taraf, Zaman und Today's Zaman, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende von Turkish Airlines vergangene Woche in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN Türk. Die Publikationen würden das Image von Turkish Airlines mit «erfundenen Geschichten» beschädigen.

Seit Wochen beklagten sich Passagiere, dass die Blätter an Bord der Flugzeuge von Turkish Airlines nicht mehr zu finden seien. Oder dann waren sie nur noch in sehr kleinen Stückzahlen vorhanden. Immer wieder gerieten sich deshalb Businessclass-Reisende offenbar mit Crews in die Haare. Man entziehe ihnen so das Recht auf freie Zeitungswahl, berichtet Today's Zaman.

Besonders kritisch über Korruptionsskandal berichtet

Andere Stimmen in der Türkei sehen einen ganz anderen Grund für den Boykott der Blätter durch Turkish Airlines. Die Journalisten der Zeitungen berichteten besonders kritisch über den Korruptionsskandal, welcher die türkische Regierungspartei AKP seit Mitte Dezember heimsucht. Und die türkische Nationalairline gehört bis heute zu 49,1 Prozent dem Staat.

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