Flugkosten sparen, aber wie?

Trends bei den Flugticketpreisen 2023

Wie ist der Trend für Flugreisen für 2023 und wie können Sie trotz der erhöhten Ticketpreise noch preisgünstig fliegen? Lesen Sie alles zu dem Thema hier!

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Wer nach der Pandemie ein Flugticket gekauft hat, weiß es schon: Fernreisen sind teurer geworden. Während Visa weiterhin online schnell und recht preisgünstig angeboten werden, sind die Preise bei den meisten Fluggesellschaften verglichen mit den Preisen davor deutlich angestiegen. Wie die «Financial Times» berichtet, steigen die Flugpreise doppelt so schnell, wie durch die Inflationsrate alleine erklärbar wäre. Das von der Financial Times mit der Untersuchung beauftragte Luftfahrtanalytik-Unternehmen Cirium fand eine Steigerung im Jahresvergleich von 27,4 Prozent bei den 600 weltweit beliebtesten Flugstrecken. Was sind die Gründe und Hintergründe dafür?

Gründe oder Alibis?

Als Grund für die Preissteigerungen werden verschiedene Ursachen angegeben:

  1. Gestiegene Energiekosten: Nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine sind die Energiepreise generell und auch die Preise für Kerosin stark angestiegen. Auf der Kostenseite der Airlines fällt der Treibstoffpreis mit etwa 30% der Gesamtkosten stark ins Gewicht. Mittlerweile sind die Kerosinpreise allerdings auch wieder etwas gesunken und befinden sich im Mai noch unter dem Preis im Januar. Die höheren Kosten für CO 2 -Emissionen und der dadurch bedingte Trend zu teureren, nachhaltigen Treibstoffen trägt nicht unerheblich zu den gestiegenen Energiekosten bei.
  2. Luftraumsperrungen in Europa und Russland führen auf manchen Routen dazu, dass Umwege gemacht werden müssen, die Routen also länger und damit teurer werden.
  3. Generelle Kostensteigerungen: Diese betreffen Personalkosten, Dienstleistungen an den Flughäfen und Preissteigerungen bei den Zulieferfirmen.
  4. Personalkosten: Nach dem Abbau des Personals während der Ebbejahre der Korona-Epidemie ist es nun oft schwierig, für geplante neue Routen oder Frequenzerhöhungen auf Abruf qualifiziertes Personal zu finden, da viele sich während der Krise auch direkt für eine Frühpensionierung entschieden hatten. Folge dieses Wettbewerbs ist ein Mangel an geschulten Mitarbeitern und damit müssen auch die Vergütungen für neues Personal entsprechen attraktiv gestaltet werden.
  5. Flugzeugwartung und Flottenerneuerung:Zeitweise stillgelegte Flugzeuge lassen sich nicht so einfach wieder in Betrieb nehmen. Angesichts von alarmierenden Daten der Internationalen Luftverkehrs Vereinigung (IATA) über problematische Landeanflüge nach der Pandemie, mahnten Versicherungen und Aufsichtsbehörden die Fluggesellschaften, dass bei der Reaktivierung von Flugzeugen, wie von zeitweise beschäftigungslosem Personal besondere Vorsicht angezeigt sei. Zusätzlich gibt es einen weltweiten Mangel an neuen Flugzeugen, was Neukäufe teuer macht.
  6. Finanzieller Stress nach den Mangeljahren: Während der Pandemie kam es bei den meisten Fluggesellschaften zu stark verminderten Umsätzen bei weniger reduzierbaren Kosten. In der Folge waren einige Fluggesellschaften auf staatliche Hilfen angewiesen, um zu überleben. Geschrumpfte oder ganz aufgebrauchte finanzielle Rücklagen führen dazu, dass die Fluggesellschaften jetzt keinen Spielraum bei der Preisgestaltung mehr haben. Die Preise müssen die Kosten voll decken.
  7. Angebot und Nachfrage: Nach den Reisebeschränkungen während der Pandemiejahre ist die Reiselust bei den Menschen so hoch, wie selten zuvor und trifft auf eine deutlich - auch in ihrer Kapazität - reduzierte Luftfahrtbranche. So lassen sich Preissteigerungen bei den Tickets leicht durchsetzen.

Rekordgewinne im ersten Quartal

Insbesondere die hohe Nachfrage erlaubt offensichtlich Ticketpreise, die die Kosten nicht nur abdecken, sondern nebenbei noch satte Gewinne abwerfen, denn die Fluggesellschaften erwarten trotz der gestiegenen Kosten hohe Gewinne für 2023.

So veröffentlichte die Swiss für das erste Quartal ein operatives Ergebnis von 78,4 Millionen Franken, die Turkish Airlines melden einen Rekordumsatz und einen Gewinn von 233 Millionen USD, American Airlines verbuchen 10 Millionen USD Gewinn, Air France und Lufthansa melden einen im Vergleich mit dem ersten Quartal stark angestiegenen Umsatz mit Verlusten, die deutlich unter dem Vorjahresquartal liegen und klar positiven Gewinnaussichten für das Gesamtjahr. Mit Blick auf die Preise hört man aus den Vorstandsetagen, dass billige Flugtickets für 2023 nicht zu erwarten seien.

Flugkosten sparen, aber wie?

Bei Preissteigerungen von 40 Prozent bis teilweise dem Doppelten der Vorjahrespreise, muss man wohl mit damit rechnen, dass der Fernurlaub dieses Jahr deutlich teurer wird. Kann man Flugkosten beeinflussen? Laut TUI-Chef Sebastian Ebel ist die Zeit für Schnäppchen, insbesondere auch Last-Minute-Schnäppchen, vorbei, weil sich der Last- Minute-Markt inzwischen zu einem eigenen Marktsegment mit hoher Nachfrage entwickelt hat. Stattdessen könnte es günstig sein, möglichst früh zu buchen.

Ein Potential, dem Preisanstieg zu entgehen, zeigt sich, wenn man bereit ist, beim Reiseziel und bei der Wahl der Fluggesellschaft Kompromisse einzugehen. So sind nach einer Untersuchung des ADAC Lufthansa und Swiss besonders teuer: Im Vergleich zu den Preisen von 2021 liegen die Preise für 2023 rund bei dem Doppelten. Der türkische Billigflieger Pegasus hat seine Preise gegenüber dem Vorjahr sogar deutlich (29%) reduziert. Im Vergleich zu 2021 ist er immer noch 6% billiger. Im Vergleich zum Vorjahr billiger geworden sind außerdem:

  • TAP Air Portugal
  • easyjet
  • Condor
  • Ryanair und
  • Eurowings

Auch den Transport zu besonders beliebten Destinationen lassen sich die Fluggesellschaften gerne gut bezahlen. So zahlen Sie mehr, wenn Sie etwa nach Antalya, Bodrum oder Izmir fliegen oder nach Bologna, Genua oder Florenz. Las Vegas oder Disneyworld in Orlando Florida lassen sich hingegen günstiger anfliegen als noch 2022. Auch Buchungen zu Ferienzeiten, etwa zum Beginn der Schulferien, sind oft teurer als Tickets die zu weniger frequentierten Zeiten gebucht werden.

Dieser Beitrag entstand im Auftrag unseres Kunden. Er ist Werbung und nicht Teil des redaktionellen Angebots.

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