Ein Kapitän der russischen Airline ist nach einer harten Landung verurteilt worden. Ein Gericht bei Moskau sprach den 59-jährigen schuldig, Sicherheitsvorschriften verletzt und dadurch hohen Schaden verursacht zu haben. Das Urteil: zwei Jahre eingeschränkte Freiheit (Verbot, den Wohnort zu wechseln, bestimmte Orte aufzusuchen, nachts das Haus zu verlassen) sowie ein dreijähriges Berufsverbot, berichtet der Kanal Aviatorshina.
Der Vorfall ereignete sich im August 2024 auf einem Flug von Smartavia von St. Petersburg nach Sochi. Beim Aufsetzen setzte eine Boeing 737 mit dem Heck auf der Piste auf – ein sogenannter Tailstrike. Die Belastung lag bei 2,81 g, der Schaden wurde auf rund 622 Millionen Rubel (etwa 6 Millionen Euro) beziffert. Der Pilot machte technische Probleme geltend, etwa bei Spoilern und Fahrwerk. Das Gericht folgte dieser Argumentation nach Gutachten jedoch nicht.
Brisant: In einem separaten Zivilverfahren war der Pilot zuvor gegen seine Entlassung durch Smartavia erfolgreich vorgegangen. Strafrechtlich blieb er nun dennoch verurteilt. Das beschädigte Flugzeug wurde inzwischen aufwendig repariert, ist aber weiterhin nicht wieder im Einsatz.