Beim russischen Mittelstreckenflugzeug sind nun alle strukturellen Verbundwerkstoffe durch heimische Materialien ersetzt worden. Die Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya hat dafür eine wichtige Änderung am Musterzertifikat genehmigt. Sie betrifft tragende Elemente in Seitenleitwerk und Höhenleitwerk der Yakovlev MS-21, deren Kastenstrukturen künftig aus russischen Kompositen gefertigt werden.
Die Arbeiten wurden im Dezember 2025 abgeschlossen. Serienbauteile entstehen bei Kapo-Komposit, einem Unternehmen der Aerocomposit-Gruppe. Zuverlässigkeit und Belastbarkeit seien durch Berechnungen sowie umfangreiche Tests bestätigt worden, so der Flugzeugbaukonzern UAC.
Der Schritt gilt als wichtiger Meilenstein für die vollständige Importsubstitution der Yakovlev MS-21. Bereits 2022 waren unter anderem der russische PD-14-Triebwerk sowie ein Flügel aus heimischen Verbundwerkstoffen genehmigt worden. Parallel läuft die Zertifizierung der vollständig modernisierten Version mit weiterer russischer Ausrüstung.