Am Flughafen Amsterdam-Schiphol sind am 21. Februar zwei Boeing 737-800 von KLM während des Pushbacks zusammengestoßen. Ein Flugzeug stand auf Position D29, als der andere Jet von der gegenüberliegenden Position D54 zurückgeschoben wurde. Dabei prallte die zurückgesetzte Boeing 737 auf das stehende Flugzeug. Verletzt wurde niemand, beide Flugzeuge wurden jedoch beschädigt.
Die niederländische Untersuchungsbehörde OVV führt die Kollision ihn ihrem Untersuchungsbericht unter anderem auf eine unklare Zuständigkeitsverteilung zwischen den Bodenlotsen zurück. Die erste Boeing 737 war über eine ungewöhnliche Route in den Bereich der sogenannten «Stemvork» (Stimmgabel) gebracht worden. Obwohl sie dort bereits stand, blieb sie auf der Frequenz des südlichen Bodenlotsen. Der nördliche Lotse wusste deshalb nicht, dass sich das Flugzeug inzwischen in seinem Zuständigkeitsbereich befand.
Als er die Pushback-Freigabe für den zweiten Jet erteilte, überprüfte er die Position D29 nicht. Der Pushback-Fahrer konnte das dort stehende Flugzeug ebenfalls nicht erkennen: Es war aus seiner Perspektive durch Rumpf und Bug der eigenen Boeing verdeckt. Erst während des Zurücksetzens bemerkte er die Gefahr und bremste. Die Kollision ließ sich jedoch nicht mehr verhindern.
Das erste Flugzeug wurde am Höhenleitwerk, Stabilisator, Rumpf und Heck beschädigt. Bei dem zweiten entstanden Schäden an Höhenleitwerk, Stabilisator und Seitenleitwerk. Die Untersuchung verweist auf Parallelen zu zwei Pushback-Kollisionen auf Schiphol im Jahr 2019.