Die Airline Reporting Corporation Arc beendet ihr Travel Intelligence Program TIPnach wachsender Kritik von Politikerinnen und Politikern in den USA. Das von großen Fluggesellschaften betriebene Datenunternehmen bestätigte den Schritt in einem Schreiben an Gesetzgeber. Zuvor hatte eine parteiübergreifende Gruppe von Senatoren die Einstellung gefordert, nachdem bekannt wurde, dass die US-Steuerbehörde IRS auf umfangreiche Reisedaten zugegriffen hatte, ohne eine richterliche Anordnung einzuholen.
Die Datenbank umfasste hunderte Millionen Datensätze zu Flugbuchungen und verwendeten Kreditkarten. Laut Angaben an Senator Ron Wyden verstieß der Datenkauf gegen Bundesrecht und interne Vorschriften, da weder eine Datenschutzprüfung noch eine rechtliche Bewertung erfolgt war. Arc war bereits seit Längerem in der Kritik, weil es staatlichen Stellen Zugriff auf Daten zu rund 722 Millionen Tickettransaktionen aus 39 Monaten gewährt hatte. Zudem bemängelten Politikerinnen und Politikern Funktionen, die eine laufende Beobachtung neuer Buchungen ermöglichten.