Die ugandische Nationalairline gerät erneut ins Visier der Anti-Korruptionsbehörden. Das Direktorat für Kriminalermittlungen arbeitet mit der Anti-Korruptions-Einheit im Präsidentenamt zusammen und fordert gemäß der Zeitung Monitor von Uganda Airlines-Chefin Jenifer Bamuturaki umfangreiche Finanz- und Beschaffungsakten. Im Zentrum stehen Vorwürfe wie Amtsmissbrauch, Veruntreuung und falsche Buchführung. Verlangt werden unter anderem Geschäftspläne und Budgets für das Geschäftsjahr 2024/25, Verträge zur Beschaffung von Boeing-Flugzeugen sowie Dossiers zu Treibstoff, Abfertigung, Reisen und Leasing.
Auch Bankunterlagen, Ticketing-Konten und Ausgabenlisten zur London-Strecke sollen eingereicht werden. Die Behörden betonen: Die Abklärungen belegen noch kein Fehlverhalten. Seit der Wiederbelebung 2019 flossen laut Bericht rund eine Billion Uganda-Schilling (rund 238 Millionen Euro) an Staatsmitteln in Uganda Airlines.