Nach der zeitweisen Schließung des griechischen Luftraums am Sonntag (4. Januar) haben die Behörden eine dringende Voruntersuchung eingeleitet. Auslöser war ein Zusammenbruch von Funkfrequenzen, der die Kommunikation zwischen Flugsicherung und Flugzeugen massiv beeinträchtigte. Der Vorfall legte den Flugverkehr in Griechenland für mehrere Stunden weitgehend lahm und strandete Tausende Reisende an Flughäfen im ganzen Land.
Die Untersuchung wurde von der Staatsanwaltschaft in Athen angeordnet und wird von der Abteilung für elektronische Kriminalität der Polizei geführt. Geprüft wird, ob es zu einer gefährlichen Beeinträchtigung des Luftverkehrs kam und warum nahezu alle Frequenzen im Athener Fluginformationsgebiet betroffen waren. Die Zivilluftfahrtbehörde sprach von einem anhaltenden, unkontrollierten Störsignal, dessen Ursache zunächst unklar blieb. Erste Hinweise deuten auf Probleme in der Telekommunikationsinfrastruktur hin.
Vertreter der Fluglotsen bezeichneten den Vorfall als beispiellos und verwiesen auf veraltete Systeme. Das Verkehrsministerium betonte, die Flugsicherheit sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen.