Schweizer Luftfahrt 2025: Mehr Beinahe-Zusammenstöße in der Luft, weniger Laserattacken, mehr gewalttätige Fluggäste

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In der Schweiz hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) im Jahr 2025 knapp 15.000 Meldungen zu Vorfällen bearbeitet – deutlich mehr als in früheren Jahren. Dies geht aus dem am 1. Juni 2026 publizierten Annual Safety Report hervor. Die Meldungen dienen dazu, die Sicherheit am Boden und in der Luft stetig weiterzuentwickeln.

Das Bazl liefert auch eine «Kürzestfassung» der Vorfallstatistik der zivilen Luftfahrt in der Schweiz 2025:

«Rund 20 Prozent mehr gemeldete Vorfälle in der kommerziellen Luftfahrt und der Freizeitfliegerei als im Vorjahr; mehr Kratzer an Flugzeugen und am Boden falschrollende Pilotinnen, Piloten und Bodenpersonal auf stetig komplexeren Flugplätzen mit engeren Platzverhältnissen; mehr falsch beladene Flugzeuge; mehr Beinahe-Zusammenstöße in der Luft; mehr Luftraumverletzungen wegen neuen Luftraumstrukturen; mehr Konflikte zwischen Flugzeugen, Helikoptern und Drohnen; mehr GPS-Störungen; mehr fluchende und gewalttätige Passagierinnen und Passagiere; weniger Laserattacken; immer noch Kollisionen von Helikoptern mit Kabeln; weniger Unfälle bei der Arbeit mit Helikoptern; mehr Meldungen zur Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen; kein Unfall mit Todesfolge in der kommerziellen Luftfahrt, vier Unfälle mit insgesamt sechs Todesopfern in der Freizeitfliegerei, ein Helikopterunfall mit einem Todesopfer und einem Verletzten bei einem Einsatz in der Landwirtschaft.»

Aus den eingegangenen Meldungen identifiziert das Bazl für die fünf Bereiche Flugplätze, Flugsicherung, Flugbetrieb, Helikopter und Flugtechnik die wichtigsten Ursachen und beurteilt sie nach dem Schweregrad. Von den gemeldeten sicherheitsrelevanten Vorfällen leitet das Bazl Präventionsmaßnahmen ab und erarbeitet Empfehlungen.

Seit 2019 nehmen die Vorfallmeldungen zu. «Die Hauptursachen: die bessere Meldekultur; die Zunahme des kommerziellen Luftverkehrs sowie mehr Konfliktregionen mit großflächig gestörten GPS-Signalen in Flugzeugen», so die Behörde.

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