Der Airline-Dachverband Iata (International Air Transport Association) hat eine neue Sicherheitskampagne namens «Save a Life, Not a Bag» («Rette ein Leben, keine Tasche») gestartet. Gemeinsam mit Behörden wie der Easa und der FAA will die Organisation Fluggäste dafür sensibilisieren, bei einer Flugzeug-Evakuierung kein Handgepäck mitzunehmen.
Hintergrund sind laut Iata zunehmende Fälle, in denen Reisende während Evakuierungen zunächst Gepäck aus den Gepäckfächern holen, oder Aufnahmen mit dem Smartphone machen. Dies könne wertvolle Sekunden kosten, Gänge blockieren, Evakuierungsrutschen beschädigen und die Sicherheit aller Insassen gefährden. Die zentrale Botschaft der Kampagne lautet daher: Den Anweisungen der Besatzung folgen, Gepäck zurücklassen und das Flugzeug schnell verlassen.
Eine von der Iata in den USA, Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur durchgeführte Umfrage zeigt Wissenslücken bei Reisenden: Zwar gaben 80 Prozent der Befragten an, zu wissen, wie sie sich bei einer Evakuierung verhalten müssen, doch nur 61 Prozent nannten korrekt das Zurücklassen aller persönlichen Gegenstände. Jeder zehnte Befragte räumte ein, trotz gegenteiliger Anweisung möglicherweise Gepäck mitzunehmen oder anderen dabei zu folgen.
Mit der branchenweiten Kampagne stellt Iata den Fluglinien und weiteren Partnern digitale Informationsmaterialien zur Verfügung. Reisende werden zudem aufgefordert, wichtige Gegenstände wie Reisepass, Geld oder Medikamente bereits vor Start und Landung direkt am Körper zu tragen, um im Notfall ohne Verzögerung evakuieren zu können.