Die Billigairline hat vor Italiens oberstem Verwaltungsgericht einen Erfolg gegen die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM erzielt. Es hob eine Geldstrafe von 4,2 Millionen Euro aus dem Jahr 2021 endgültig auf und ordnete die Rückzahlung an Ryanair inklusive Zinsen an.
Die AGCM hatte Ryanair wegen Flugannullierungen während der Pandemie sanktioniert. Das Gericht kam nun zum Schluss, dass die Behörde die Airline diskriminiert habe. Während Verpflichtungszusagen anderer Fluggesellschaften wie Alitalia, Vueling oder Blue Panorama akzeptiert worden seien, habe die AGCM vergleichbare Angebote von Ryanair ohne Dialog zurückgewiesen.
Ryanair wehrt sich derzeit auch gegen eine zusätzliche Geldstrafe von 256 Millionen Euro wegen ihrer Direktvertriebspolitik. Konzernchef Michael O'Leary forderte Italiens Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf, die Wettbewerbsbehörde zu reformieren.