Die russische Rechnungskammer hat bei der Prüfung des Verkehrshaushalts 2025 zahlreiche Mängel im Bereich der Zivilluftfahrt festgestellt. Zwar wurden die Mittel des Verkehrsministeriums und der Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya nahezu vollständig ausgeschöpft, doch die Prüfer kritisierten überhöhte Vorauszahlungen, Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten und unzureichende Kontrollen bei Subventionen.
Besonders ins Visier geriet der Neubau des Flughafens Mirny in Jakutien, bei dem Vorauszahlungen die gesetzlich zulässigen Grenzen um umgerechnet rund 2,6 Milliarden Rubel überschritten haben sollen. Auch bei den Ausbauprojekten der Flughäfen Grozny, Yakutsk und Domodedovo wurden Probleme festgestellt. Für 49 Vorhaben mussten die Fertigstellungstermine verschoben werden, bei 46 Projekten sogar über das Jahr 2025 hinaus.
Zudem bemängelte die Rechnungskammer die Aufsicht über staatliche Fördermittel. So seien Subventionsbedingungen gegenüber mehreren Fluggesellschaften, darunter Aurora, Nordstar, Izhavia und Alrosa, nicht ausreichend kontrolliert worden. Auch bei einem staatlichen Luftfahrtinstitut seien Fördergelder nicht ordnungsgemäß überwacht worden.
Zum Jahresbeginn 2026 verzeichnete Rosaviatsiya insgesamt 60 unvollendete Bauprojekte, davon 51 im Bereich der Flughafen- und Flugplatzinfrastruktur.