Flugspuren am Himmel: Über Russland seltener geworden.

Rosaviatsiya im KrisenmodusFehlende Überfluggebühren zwingen russische Luftfahrtbehörde zu Sparkurs

Die Sperrung des russischen Luftraums bedeutet für westliche Airlines Umwege und Zusatzkosten. Für Russland bedeutet sie fehlende Einnahmen. Daher muss die Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya den Gürtel enger schnallen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

300.000 Flüge führten 2019 durch den russischen Luftraum. Inzwischen ist der vom Kreml für westliche Fluggesellschaften gesperrt - als Gegenreaktion auf die westlichen Sanktionen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Das hat Folgen für British Airways, Finnair, Lufthansa und Co.

So wurde die Strecke zwischen Helsinki und Shanghai wegen der russischen Luftraumsperrung rund 3200 Kilometer länger. Das bedeutet rund drei Stunden zusätzliche Flugzeit. Für Lufthansa ist Peking heute etwa 1200 Kilometer weiter entfernt als vor dem Krieg und den Sanktionen.

Teuere Umwege, ...

Entsprechend mehr Treibstoff müssen die Fluggesellschaften mitführen. Das bedeutet enorme Zusatzkosten und macht viele Strecken unrentabel. Lufthansa sprach im Frühjahr 2022 von einem einstelligen Millionenbetrag, der monatlich zusätzlich anfalle.

Der Weltluftfahrtverband Iata forderte deshalb bereits Verhandlungen mit Russland über eine Wiederöffnung des Luftraums. Denn während westliche Airlines den Einschränkungen unterliegen, fliegen chinesische weiterhin über russisches Gebiet. Und dadurch haben sie einen großen Wettbewerbsvorteil. Der kommt besonders jetzt zum Tragen, da sich China nach den strikten Covid-19-Lockdowns öffnet und die Nachfrage nach Flügen aus und in die Volksrepublik zurückkehrt.

... aber auch niedrigere Einnahmen

Die Sperrung des russischen Luftraums trifft aber nicht nur westliche Fluggesellschaften. Sie trifft auch Russland. Die Überflüge bescherten dem Land im Jahr 2019 Einnahmen von 1,6 Milliarden Euro. Denn jedes Mal, wenn British Airways, Finnair, Lufthansa und Co. über Russland flogen, fielen Gebühren an, die in die Kassen des Kremls und somit auch der Staatsairline Aeroflot flossen.

Wie sehr das schmerzt, zeigt, dass die russische Luftfahrtbehörde sparen muss. Es gebe keinen positiven Trend bei der Wiederaufnahme des Flugbetriebs, so Rosaviatsiya gemäß dem Portal Rus Tourism News. Sie ordnete deshalb einen Einstellungsstopp für alle Berufsgruppen an, einschließlich Fluglotsinnen und Fluglotsen und Fachleute für die Wartung von Funkanlagen und Kommunikationseinrichtungen.

«Anti-Krisen-Maßnahme»

Rosaviatsiya spricht selbst von einer «Anti-Krisen-Maßnahme». Sie sei wegen der Verschlechterung der finanziellen und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens nötig geworden, die eine Folge der westlichen Sanktionen sei.

Mehr zum Thema

Das Turboproptriebwerk Klimov TV7-117ST-01: Für die Ilyushin Il-114-300.

Russland drückt bei eigenen Triebwerken aufs Tempo

Crew-Mitglieder von British Airways: Flog vor Covid-19 seit 1980 nach Festlandchina.

Airlines kehren vorsichtig nach China zurück

Airbus A350-900 von Finnair: 10 von 17 wurden angepasst.

Finnair passt Airbus A350 für Routen jenseits Russlands an

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

malaysia airlines umbai indians
Die nationale Fluggesellschaft Malaysias gestaltet einen ihrer Airbus A330-300 neu. Sie will damit im indischen Markt punkten. Es geht beim Projekt von Malaysia Airlines um die beliebteste Sportart in dem Land.
Timo Nowack
Timo Nowack
Tecnam P2012 VIP von außen: Der Innenraum ist neu.
Tecnam will mit der P2012 als VIP-Version einen neuen Markt erobern - dank italienischem Design, Alcantara-Interieur und Espressomaschine an Bord. Doch es gibt einen Dämpfer.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack