Flugspuren am Himmel: Über Russland seltener geworden.

Rosaviatsiya im KrisenmodusFehlende Überfluggebühren zwingen russische Luftfahrtbehörde zu Sparkurs

Die Sperrung des russischen Luftraums bedeutet für westliche Airlines Umwege und Zusatzkosten. Für Russland bedeutet sie fehlende Einnahmen. Daher muss die Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya den Gürtel enger schnallen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

300.000 Flüge führten 2019 durch den russischen Luftraum. Inzwischen ist der vom Kreml für westliche Fluggesellschaften gesperrt - als Gegenreaktion auf die westlichen Sanktionen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Das hat Folgen für British Airways, Finnair, Lufthansa und Co.

So wurde die Strecke zwischen Helsinki und Shanghai wegen der russischen Luftraumsperrung rund 3200 Kilometer länger. Das bedeutet rund drei Stunden zusätzliche Flugzeit. Für Lufthansa ist Peking heute etwa 1200 Kilometer weiter entfernt als vor dem Krieg und den Sanktionen.

Teuere Umwege, ...

Entsprechend mehr Treibstoff müssen die Fluggesellschaften mitführen. Das bedeutet enorme Zusatzkosten und macht viele Strecken unrentabel. Lufthansa sprach im Frühjahr 2022 von einem einstelligen Millionenbetrag, der monatlich zusätzlich anfalle.

Der Weltluftfahrtverband Iata forderte deshalb bereits Verhandlungen mit Russland über eine Wiederöffnung des Luftraums. Denn während westliche Airlines den Einschränkungen unterliegen, fliegen chinesische weiterhin über russisches Gebiet. Und dadurch haben sie einen großen Wettbewerbsvorteil. Der kommt besonders jetzt zum Tragen, da sich China nach den strikten Covid-19-Lockdowns öffnet und die Nachfrage nach Flügen aus und in die Volksrepublik zurückkehrt.

... aber auch niedrigere Einnahmen

Die Sperrung des russischen Luftraums trifft aber nicht nur westliche Fluggesellschaften. Sie trifft auch Russland. Die Überflüge bescherten dem Land im Jahr 2019 Einnahmen von 1,6 Milliarden Euro. Denn jedes Mal, wenn British Airways, Finnair, Lufthansa und Co. über Russland flogen, fielen Gebühren an, die in die Kassen des Kremls und somit auch der Staatsairline Aeroflot flossen.

Wie sehr das schmerzt, zeigt, dass die russische Luftfahrtbehörde sparen muss. Es gebe keinen positiven Trend bei der Wiederaufnahme des Flugbetriebs, so Rosaviatsiya gemäß dem Portal Rus Tourism News. Sie ordnete deshalb einen Einstellungsstopp für alle Berufsgruppen an, einschließlich Fluglotsinnen und Fluglotsen und Fachleute für die Wartung von Funkanlagen und Kommunikationseinrichtungen.

«Anti-Krisen-Maßnahme»

Rosaviatsiya spricht selbst von einer «Anti-Krisen-Maßnahme». Sie sei wegen der Verschlechterung der finanziellen und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens nötig geworden, die eine Folge der westlichen Sanktionen sei.

Mehr zum Thema

Das Turboproptriebwerk Klimov TV7-117ST-01: Für die Ilyushin Il-114-300.

Russland drückt bei eigenen Triebwerken aufs Tempo

Crew-Mitglieder von British Airways: Flog vor Covid-19 seit 1980 nach Festlandchina.

Airlines kehren vorsichtig nach China zurück

Airbus A350-900 von Finnair: 10 von 17 wurden angepasst.

Finnair passt Airbus A350 für Routen jenseits Russlands an

Tupolev Tu-324: Auferstehung geplant.

Russland baut erstmals Fabrik für eigene Businessjets

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack