Die EU-Kommission hat Ende August ihre kartellrechtliche Untersuchung gegen Pratt & Whitney Canada eingestellt. Im Zentrum standen Vertragsklauseln, die nach Ansicht der Behörde den Wettbewerb unabhängiger Anbieter gebrauchter Triebwerksteile eingeschränkt haben könnten. Dabei ging es insbesondere um den Zugang zu gebrauchten Triebwerken und Zertifizierungsdiensten.
Pratt & Whitney Canada entfernte die beanstandeten Bestimmungen und stellte in seinen Verträgen klar, dass angeschlossene Wartungsbetriebe gebrauchte Ersatzteile auch von anderen Anbietern beziehen dürfen. Nach Prüfung der Änderungen sieht die EU-Kommission ihre Bedenken als ausgeräumt an und schloss die Untersuchung.
Der Luftfahrtverband Iata begrüßt Änderungen von Pratt & Whitney Canada bei den Vertragsbedingungen für gebrauchte Triebwerksteile. Das Unternehmen hebt Beschränkungen für Wartungsbetriebe seines Netzwerks auf, die unabhängigen Anbietern den Zugang zu gebrauchten Teilen und damit verbundenen Dienstleistungen erschwert haben könnten.