Die Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (das Schweizer Äquivalent des Tarifvertrages) für die Pilotinnen und Piloten von Swiss kommen nach Ansicht der Pilotengewerkschaft Aeropers nur schleppend voran. Das Ziel, bis zum Auslaufen des aktuellen Vertrages Ende 2026 eine Nachfolgeregelung zu vereinbaren, sei gefährdet, erklärt sie. Die Gewerkschaft wirft dem Management vor, sich zunehmend an der Konfliktkultur der Lufthansa zu orientieren und Schweizer Werte zu vernachlässigen.
Aeropers kritisiert zudem wiederholte Verstöße gegen den bestehenden Gesamtarbeitsvertrag sowie die hohe Arbeitsbelastung der Cockpitbesatzungen. Wegen des anhaltenden Pilotenmangels müsse Swiss weiterhin Flüge an Wet-Lease-Partner vergeben oder streichen. Die Gewerkschaft fordert attraktivere Arbeitsbedingungen, um den Beruf langfristig wettbewerbsfähig zu halten und genügend Nachwuchs zu gewinnen. Man strebe weiterhin eine einvernehmliche Lösung an und wolle eine Eskalation wie bei Lufthansa vermeiden.