Der dritte Dreamliner von Austrian Airlines ist in den Dienst gestartet: Die Boeing 787-9 hat am Montag (1. Juni) um kurz nach 12:30 Uhr den Flughafen Wien in Richtung Montreal in Kanada verlassen. Damit hat das Flugzeug mit der Kennung OE-LPG seinen ersten Linienflug für die österreichische Lufthansa-Tochter angetreten und wird auch in den nächsten Wochen auf dieser Strecke unterwegs sein. Austrian Airlines' Betriebschef Stefan-Kenan Scheib kündigt an: «Im Lauf des Jahres werden noch zwei weitere Boeing 787-9 Dreamliner zur Austrian-Flotte stoßen.»
Austrian Airlines hat das Flugzeug von Lufthansa übernommen, die den Jet als D-ABPE betrieb. Der Dreamliner wurde im April aus Deutschland nach Taipeh überstellt, wo die Flugzeugabnahme von Lufthansa, die österreichische Registrierung und Zulassung, sowie alle Adaptierungen und Arbeiten an der Kabine vorgenommen wurden. Anschließend erhielt das Flugzeug im spanischen Teruel ihre Austrian-Lackierung.
Zum Ende des Winterflugplans 2028/29 soll die Austrian Langstreckenflotte ausschließlich aus 787-9 Dreamlinern bestehen und zwölf Flugzeuge umfassen. Die bisher noch in der Langstreckenflotte befindlichen sechs Boeing 777 und drei Boeing 767 Flugzeuge werden sukzessive ausgeflottet – letztere noch im laufenden Jahr.
Parallel zur Modernisierung auf der Langstrecke ist auch ein Rollover auf der Kurz- und Mittelstreckenflotte im Gange. Hier wächst die Airbus-Flotte von Austrian Airlines um sechs fabriksneue Airbus A320 Neo auf insgesamt 46 Airbus-Jets. Zwei werden noch im Sommer 2026 erwartet. Die 17 Embraer-Flugzeuge werden ausgeflottet. Drei haben die Austrian Flotte bereits verlassen, das nächste Embraer-Flugzeug wird Austrian voraussichtlich im Juli 2026 verabschieden.