Die Chefin der Unfallermittlungsbehörde der USA hat ungewöhnlich scharf vor einer Bestimmung im neuen Verteidigungshaushalt gewarnt. Die Passage würde laut NTSB-Leiterin Jennifer Homendy Sicherheitsmaßnahmen zurückdrehen, die nach der tödlichen Kollision eines Militärhubschraubers mit einer Bombardier CRJ 700 von American Airlines nahe dem Flughafen Ronald Reagan Washington- National im Januar eingeführt wurden.
Damals starben 67 Menschen. Danach verpflichtete das Verteidigungsministerium militärische Luftfahrzeuge zur Positionsübermittlung per ADS-B. Der nun vorgeschlagene Gesetzestext sieht jedoch Ausnahmen vor. Homendy spricht von einem «Sicherheits-Weißwaschen» und warnt, man schaffe Bedingungen, wie sie vor dem Unglück bestanden.
Die Ausschussvorsitzenden verteidigen den Entwurf, verweisen aber auf zusätzliche Abstimmungsmechanismen zwischen Pentagon und Verkehrsministerium.