Milliardenkosten für Airlines: Iata fordert Maßnahmen gegen Probleme in der Luftfahrt-Lieferkette

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Der internationale Luftfahrtverband Iata sieht dringenden Handlungsbedarf, um die anhaltenden Probleme in den globalen Lieferketten der Luftfahrtindustrie zu lösen. Auf dem erstmals veranstalteten World Maintenance and Engineering Symposium in Madrid nannte der Verband vier zentrale Prioritäten: mehr Transparenz in der Lieferkette, einen offeneren Ersatzteilmarkt, eine stärkere Nutzung von Daten und künstlicher Intelligenz sowie den Ausbau von Fachkräften.

Nach Angaben von Iata verursachten Lieferkettenprobleme bei Fluggesellschaften allein im Jahr 2025 Kosten von mindestens elf Milliarden Dollar (rund 9,5 Milliarden Euro). Dazu zählen verspätete Flugzeugauslieferungen, Triebwerksprobleme, Ersatzteilengpässe und begrenzte Wartungskapazitäten.

Iata fordert von Herstellern frühzeitigere und verlässlichere Informationen über Lieferverzögerungen und Engpässe. Zudem solle der Zugang zu unabhängigen Wartungsbetrieben und alternativen Ersatzteilen erleichtert werden, um Wettbewerb und Verfügbarkeit zu verbessern.

Ein weiteres Problem ist der zunehmende Mangel an Wartungspersonal. Laut Boeing werden in den kommenden 20 Jahren weltweit rund 710.000 zusätzliche Flugzeugtechniker benötigt. Iata fordert deshalb vereinfachte Ausbildungs- und Zulassungsverfahren sowie eine stärkere internationale Anerkennung von Qualifikationen.

Zudem sprach sich der Verband für realistische Fristen bei neuen technischen Ausrüstungsvorschriften aus. Sicherheitsanforderungen müssten zwar umgesetzt werden, dies müsse aber im Einklang mit Zertifizierungsprozessen, Materialverfügbarkeit und vorhandenen Wartungskapazitäten geschehen.

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