Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao will die Koordination des weltweiten Flugverkehrs verbessern. Ziel ist es, Verspätungen zu verringern und unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Dazu sollen Flughäfen, Fluggesellschaften, Flugsicherungen und Wetterdienste Informationen früher austauschen und beispielsweise Starts verzögern, wenn am Zielflughafen Engpässe absehbar sind.
Nach fünftägigen Gesprächen in Montreal unterstützten Regierungen und Luftfahrtbranche eine schnellere weltweite Einführung dieses sogenannten Air Traffic Flow Management. Das Einsparpotenzial ist groß: In Europa verursachten Verzögerungen durch das Flugverkehrsmanagement 2025 laut Eurocontrol Kosten von mindestens 2,3 Milliarden Dollar. Ein europäisches Programm verhinderte zwischen Mai und August 2026 rund 3,1 Millionen Verspätungsminuten und sparte geschätzt 448 Millionen Dollar.
In Nord- und Südamerika konnten durch gemeinsame Versuche 2026 mehr als 265.000 Flugminuten und 13.330 Tonnen Treibstoff eingespart werden. Neue internationale Regeln für das Verkehrsflussmanagement sollen im November 2030 in Kraft treten.