Mehr als drei Jahre nach dem erneuten Zusammenbruch der britischen Regionalfluggesellschaft werden neue Details zur finanziellen Lage bekannt. Laut dem Bericht der Insolvenzverwalter hinterließ die Airline Verbindlichkeiten von umgerechnet mehr als 82 Millionen Euro, berichtet die Zeitung The Herald Scotland. Flybe stellte im Januar 2023 den Betrieb ein und meldete Insolvenz an. Damals verloren 279 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze. Sämtliche Flüge wurden mit sofortiger Wirkung eingestellt.
Nach Angaben der Insolvenzverwalter verlor Flybe in den Monaten vor der Insolvenz zwischen vier und fünf Millionen Pfund pro Monat. Hauptursache seien Verzögerungen bei der Auslieferung geleaster Flugzeuge gewesen. Von den geplanten 17 Fliegern seien zum Zeitpunkt der Insolvenz lediglich neun ausgeliefert worden, von denen nur acht tatsächlich im Einsatz standen.
Der größte besicherte Gläubiger, DLP Holdings, hatte Forderungen von rund 49 Millionen Pfund angemeldet. Bislang konnten lediglich zwei Millionen Pfund zurückgezahlt werden. Das Insolvenzverfahren dürfte nach einer Entscheidung des High Court noch bis mindestens 2027 andauern.