Die Europäische Union bereitet eine Überprüfung der Eigentumsregeln für Fluggesellschaften vor. Ziel ist es, zu verhindern, dass Investoren aus Drittstaaten trotz formaler Mehrheitsverhältnisse die tatsächliche Kontrolle über europäische Airlines erlangen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen EU-Beamten.
Hintergrund ist unter anderem der Bieterwettstreit um Easyjet. Nachdem Apollo Global Management ein Angebot über 5,7 Milliarden Pfund vorgelegt hat, konkurriert der US-Investor mit Castlelake um die Übernahme der Billigfluggesellschaft. Beide Offerten müssen jedoch die EU-Vorgabe erfüllen, wonach europäische Airlines mehrheitlich im Besitz und unter der Kontrolle von EU-Eigentümern bleiben müssen.
Nach Angaben des EU-Beamten soll die Überprüfung voraussichtlich im Herbst erfolgen. Dabei will die Kommission insbesondere klarstellen, welche Unternehmensstrukturen mit den Vorschriften zu Eigentum und Kontrolle vereinbar sind.