Ecuadors Nationalversammlung hat einem neuen Gesetz für die Zivilluftfahrt zugestimmt. Der Entwurf erhielt am 24. September 88 Ja- und 60 Nein-Stimmen und geht nun an die Regierung. Diese hat 30 Tage Zeit, ihn zu unterzeichnen oder Einwände zu erheben.
Für Airlines bringt das Gesetz eine weitreichende Öffnung des Marktes. Ausländische Fluggesellschaften mit Sitz in Ecuador sollen künftig auch Inlandsflüge anbieten können, ohne dafür eine lokale Gesellschaft gründen zu müssen. Zudem entfällt die vorherige staatliche Genehmigung einzelner Strecken. Verfügt eine Airline über eine Betriebserlaubnis, reicht es aus, den Staat über die geplanten Routen zu informieren.
Auch die Aufsicht wird neu organisiert. Der Nationale Zivilluftfahrtrat soll abgeschafft werden, die politische Verantwortung geht an das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur. Die Luftfahrtbehörde DGAC konzentriert sich auf technische Aufgaben, Aufsicht und Durchsetzung. Zusätzlich ist eine unabhängige Stelle zur Untersuchung von Flugunfällen vorgesehen.