Der Verwaltungsrat der Billigairline hat ein weiteres Übernahmeangebot des Investors Castlelake abgelehnt. Die vierte Offerte bewertete die britische Fluggesellschaft mit 650 Pence je Aktie und sah zusätzlich eine Alternative mit nicht börsennotierten Anteilen an einer Beteiligungsgesellschaft vor. Nach Angaben von Easyjet unterschätzt auch dieses Angebot aber den Wert des Unternehmens und dessen Zukunftsaussichten deutlich. Zudem bestünden weiterhin erhebliche Zweifel an der Umsetzbarkeit der Transaktion.
Die geplante Eigentümerstruktur sieht vor, dass 49 Prozent der Übernahmegesellschaft von Castlelake und weiteren Investoren, darunter Brookfield Asset Management, gehalten werden. Die Mehrheit von 51 Prozent soll bei europäischen Investoren liegen.
Trotz der Ablehnung gewährt Easyjet dem Interessenten nun begrenzten Zugang zu ausgewählten Unternehmensinformationen. Der Verwaltungsrat hofft, dass dadurch ein verbessertes Angebot möglich wird, das den Wert der Fluggesellschaft angemessener widerspiegelt.
Die Frist für Castlelake, ein verbindliches Angebot vorzulegen oder sich offiziell zurückzuziehen, wurde bis zum 5. Juli verlängert. Easyjet betont unterdessen, finanziell gut aufgestellt zu sein und hält an seinem Ziel fest, mittelfristig einen Vorsteuergewinn von mehr als einer Milliarde Pfund Sterling (rund 1,17 Milliarden Euro) zu erzielen.