Die Europäische Agentur für Flugsicherheit hat ihre Vorschriften für Flugsimulatoren grundlegend überarbeitet. Mit der neuen Verordnung EU 2026/781 und den erstmals veröffentlichten Certification Specifications CS-FSTD Issue 1 ersetzt die Easa das bisherige System fester Simulator-Klassen durch einen flexibleren, fähigkeitsbasierten Ansatz. Künftig werden Flugsimulatoren nach ihren tatsächlichen technischen Möglichkeiten bewertet, was die Integration neuer Technologien erleichtern soll.
Kernstück der Reform ist die neue FSTD Capability Signature, mit der die Leistungsfähigkeit eines Simulators standardisiert beschrieben wird. Zudem schaffen die neuen Vorschriften Grundlagen für den Einsatz von Touchscreen-Cockpits und Extended-Reality-Anwendungen in der Pilotenausbildung. Flugschulen und Airlines erhalten außerdem mehr Flexibilität bei der Auswahl geeigneter Trainingsgeräte für einzelne Ausbildungsinhalte. Die Easa begleitet die Einführung mit Leitfäden und Workshops, die Ende 2026 beginnen und bis 2027 fortgesetzt werden.