Bei der Untersuchung des tödlichen Unfalls einer Boeing 747-400 von ACT Airlines in Hongkong am 20. Oktober 2025 haben die Ermittler bislang keinen technischen Defekt festgestellt. Nach Angaben der Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIA ergaben Prüfungen der Triebwerkssteuerung und weiterer elektronischer Komponenten keine Hinweise auf eine unfallrelevante Fehlfunktion.
Die Frachtmaschine mit dem Kennzeichen TC-ACF war nach der Landung von der Piste abgekommen, mit einem Sicherheitsfahrzeug kollidiert und ins Meer gestürzt. Zwei Flughafenmitarbeiter starben, die vier Besatzungsmitglieder überlebten. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht weiterhin Triebwerk Nummer vier. Dessen Schub stieg während des Ausrollens stark an. Später wurde der zugehörige Schubhebel in vorderster Position gefunden. Wie er dorthin gelangte, ist ungeklärt.
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB analysiert deshalb die Cockpitaufzeichnungen. Weitere Untersuchungen und Simulatortests sollen bis Ende 2026 abgeschlossen werden. ACT Airlines hat den Unfallablauf inzwischen in ihre Pilotenschulungen aufgenommen.