Die britische Regierung hat ein Grundsatzpapier zur Verkehrsanbindung eines erweiterten Flughafens Heathrow veröffentlicht. Darin werden die Leitlinien festgelegt, wie ein dritter Start- und Landebahn sowie das erwartete Passagierwachstum ohne übermäßige Belastung von Straßen, Schienen und Anwohnern bewältigt werden sollen.
Dem Dokument zufolge sind zuverlässige, bezahlbare, barrierefreie und nachhaltige Verkehrsverbindungen eine zentrale Voraussetzung für die Unterstützung des Heathrow-Ausbaus. Die Regierung verweist darauf, dass eine Erweiterung während der Bau- und Betriebsphase erhebliche Auswirkungen auf die regionalen und nationalen Verkehrsnetze haben werde. Ohne Gegenmaßnahmen drohten zusätzliche Staus sowie höhere Lärm- und Emissionsbelastungen.
Der Flughafen soll deshalb künftig einen höheren Anteil der Passagiere und Beschäftigten auf öffentliche Verkehrsmittel verlagern. Das Papier nennt dazu mögliche Maßnahmen, die von den Projektträgern umgesetzt werden könnten.
Heathrow-Chef Thomas Woldbye bezeichnete die Veröffentlichung als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer dritten Startbahn. Die Erweiterung sei notwendig, um zusätzliche Kapazitäten für den britischen Luftverkehr zu schaffen, Arbeitsplätze zu sichern und Investitionen anzuziehen. Nach seinen Angaben soll das Projekt privat finanziert werden. Nun liege der Fokus darauf, die erforderlichen Planungsgenehmigungen zu erhalten.