Eine Jury in Chicago hat Boeing dazu verurteilt, 49,5 Millionen Dollar (rund 45,6 Millionen Euro) Schadenersatz an die Familie eines Opfers des Absturzes einer Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines zu zahlen. Bei dem Unglück im März 2019 kamen alle 157 Menschen an Bord ums Leben. Das Flugzeug war kurz nach dem Start in Addis Abeba abgestürzt. Die Entschädigung betrifft die Familie eines 24-jährigen amerikanischen NGO-Mitarbeiters.
Das Urteil zählt zu den wenigen Fällen, die tatsächlich vor Gericht verhandelt wurden. Die meisten Klagen von Angehörigen hatte Boeing zuvor außergerichtlich beigelegt.
Der Absturz der Ethiopian-Airlines-Maschine ereignete sich nur fünf Monate nach einem weiteren Unglück mit einer Boeing 737 Max in Indonesien mit 189 Todesopfern. Die beiden Katastrophen führten weltweit zum Flugverbot für das Modell und lösten massive Kritik an Boeings Sicherheits- und Zulassungsprozessen aus.