Die Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag für das Bodenpersonal von Swissport am Flughafen Zürich sind laut den Gewerkschaften SEV-GATA, VPOD Luftverkehr und KFMV gescheitert. Das teilten sie am 2. November mit. Der bisherige Vertrag läuft Ende 2026 aus. Die Gewerkschaften forderten Lohnerhöhungen von insgesamt 7 Prozent über vier Jahre. Swissport habe für drei Viertel der Beschäftigten lediglich 2,8 Prozent angeboten. Zudem habe das Unternehmen mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit verlangt. Die Arbeitnehmerverbände kündigten an, Arbeitskampfmaßnahmen bis hin zu einem Streik vorzubereiten. Dieser könnte ab Januar 2027 stattfinden, falls keine Einigung erzielt wird.
Swissport bedauert, «dass die Gewerkschaften die Verhandlungen nach acht konstruktiven Verhandlungsrunden einseitig für gescheitert erklärt haben, obwohl wir unser Angebot mehrfach verbessert haben». Aus Swissport-Sicht seien die Verhandlungen nicht gescheitert. Man befinde sich weiterhin innerhalb des gemeinsam vereinbarten Verhandlungszeitplans. «Swissport bleibt jederzeit gesprächs- und verhandlungsbereit», so das Unternehmen.
Man habe hat ein Gesamtpaket mit Lohnerhöhungen von rund 4 Prozent über die Laufzeit des GAV angeboten, so Swissport. «Dieses beinhaltet eine generelle Lohnerhöhung von 2,8 Prozent für alle Mitarbeitenden sowie zusätzliche, gezielte Lohnanpassungen für bestimmte Funktionen von bis zu 6 Prozent, zusätzlich zur generellen Erhöhung.» Damit wolle man einerseits die Löhne aller Mitarbeitenden verbessern und andererseits gezielt in Funktionen investieren, deren Anforderungen und Marktbedingungen sich verändert haben. Für alle bestehenden Mitarbeitenden gelte zudem die vollständige Besitzstandswahrung. «Niemand muss eine Lohnsenkung hinnehmen», schreibt Swissport in ihrer Stellungnahme.