Der europäische Flugzeugbauer hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz, Gewinn und Auslieferungen deutlich gesteigert und hält trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds an seiner Jahresprognose fest. Airbus erzielte einen Umsatz von 33,2 Milliarden Euro, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted Ebit) stieg um 24 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn auf 2,24 Milliarden Euro.
Insgesamt lieferte Airbus 351 Verkehrsflugzeuge aus, nach 306 im Vorjahr. Gleichzeitig verbuchte der Konzern Netto-Bestellungen für 821 Flugzeuge, der Auftragsbestand wuchs insgesamt auf 9222 Flugzeuge an.
Konzerchef Guillaume Faury verwies auf die starke Entwicklung im zweiten Quartal sowie das robuste Geschäft bei Airbus Defence and Space. Der Hochlauf der Produktion laufe in allen Geschäftsbereichen weiter.
Airbus hält zudem an seinen langfristigen Produktionszielen fest. Die Fertigung der A220 soll bis 2028 auf 13 Flugzeuge pro Monat steigen. Für die A320-Familie peilt der Konzern weiterhin eine Monatsproduktion von 70 bis 75 Maschinen bis Ende 2027 an, die anschließend bei 75 Flugzeugen stabilisiert werden soll. Beim A330 bleibt das Ziel einer Rate von fünf Flugzeugen pro Monat bis 2029 bestehen, beim A350 sollen ab 2028 monatlich zwölf Maschinen gefertigt werden.
Für 2026 rechnet der Konzern unverändert mit rund 870 Auslieferungen, einem bereinigten Ebit von etwa 7,5 Milliarden Euro sowie einem Free Cashflow vor Kundenfinanzierungen von rund 4,5 Milliarden Euro.
Zum negativen Free Cashflow im ersten Halbjahr (minus (1,17 Milliarden Euro) erklärt Airbus, dass dieser vor allem auf den geplanten Lageraufbau zur Produktionssteigerung zurückzuführen sei.