Die in finanziellen Schwierigkeiten steckende Regionalairline bekommt vorerst Luft: Die lokalen Behörden haben einstimmig beschlossen, die Rückzahlung zweier Kredite um zwei Jahre zu verschieben. Air Calédonie befindet sich seit dem 14. April in einem Gläubigerschutzverfahren. Der Aufschub verschafft kurzfristig Entlastung, löst aber die strukturellen Probleme nicht.
Entscheidend bleibt die Situation auf den Inseln, wo seit Anfang März mehrere Flugplätze blockiert sind. Hintergrund der Proteste ist die geplante Verlagerung der Aktivitäten von Air Calédonie vom Flugplatz Magenta zum Flughafen La Tontouta. Solange die Blockaden andauern, bleibt eine mögliche Liquidation im Raum. Politisch wächst daher der Druck auf eine Vermittlung.