Afrikanische Fluggesellschaften diskutieren verstärkt über den Aufbau einer panafrikanischen Allianz. Dazu rief George Kamal, Chef von Kenya Airways und Vorsitzender der African Airlines Association AFRAA bei einer Konferenz in Johannesburg auf, berichtet der Datenanbieter CH Aviation.
Kamal argumentierte, afrikanische Airlines könnten es sich nicht länger leisten, in fragmentierten Märkten zu agieren. Eine gemeinsame Allianz könnte koordinierte Flugpläne, abgestimmte Drehkreuze, Codeshare-Abkommen, Fracht-Kooperationen sowie gemeinsame Wartungs- und Trainingsangebote umfassen.
Nach Angaben Kamals werden derzeit nur rund 28 Prozent der innerafrikanischen Strecken direkt bedient. Oft sei es einfacher, über Europa oder die Golfstaaten zwischen zwei afrikanischen Städten zu reisen als über ein afrikanisches Drehkreuz. Zugleich verwies er auf steigende Belastungen durch hohe Treibstoffpreise, Lieferkettenprobleme, Triebwerksengpässe, Währungsschwankungen und geopolitische Krisen.