Aer Lingus setzt in der Woche ab dem 28. September die Gespräche mit den Gewerkschaften über den Abbau von bis zu 500 Stellen fort. Betroffen sind die Verwaltung sowie Kabinen- und Cockpitpersonal. Allein in der Verwaltung könnten 290 Arbeitsplätze wegfallen. Dort bietet die Fluggesellschaft Abfindungen von fünf Wochengehältern pro Dienstjahr, maximal jedoch 104 Wochen beziehungsweise 180.000 Euro.
Mit den Einsparungen will Aer Lingus seine Marge von zuletzt rund elf auf zwölf bis 15 Prozent steigern. Dieses Ziel hat der Mutterkonzern IAG vorgegeben. Aer Lingus erwartet für 2026 zwar einen Gewinn, nachdem im ersten Halbjahr noch ein Verlust von 34 Millionen Euro angefallen war, rechnet aber nicht damit, die IAG-Zielmarge bereits zu erreichen. Das Erreichen der Vorgabe gilt zugleich als Voraussetzung, um künftig neue Flugzeuge aus dem Konzern zugeteilt zu bekommen.