Die Unfalluntersuchungsbehördeder USA hat in ihrem Abschlussbericht zum Unglück vom 29. Januar 2025 in Washington D.C veröffentlicht. Damals kollidierte ein Black-Hawk-Helikopter der US-Armee über dem Potomac River mit Flug AA5342, einer Bombardier CRJ 700 von American Airlines. Alle 67 Menschen an Bord der beiden Fluggeräte kamen ums Leben. Im Bericht vom 27. Januar 2026 zeigtd as NTSB erhebliche Sicherheitsdefizite im Luftraum rund um den Ronald Reagan Washington National Airport festgestellt. Als wahrscheinliche Hauptursache nennt die Behörde die problematische Lage der Hubschrauberroute 4 in unmittelbarer Nähe zu den Anflugrouten der Start- und Landebahnen sowie mangelnde regelmäßige Überprüfungen durch die US-Luftfahrtbehörde FAA.
Das Risiko sei durch die starke Abhängigkeit vom Prinzip «see and avoid» verschärft worden, das insbesondere bei Nacht nicht ausreichend funktioniere. Hinzu kamen Fehlinterpretationen bei der Höhenhaltung durch Hubschrauberbesatzungen sowie ein Verlust der Lageübersicht im Kontrollturm infolge hoher Arbeitsbelastung und zusammengelegter Arbeitspositionen, so das NTSB.
Als weitere Faktoren nennt der Bericht gestörten Funkempfang, Erwartungseffekte bei Crews sowie sehr hohe Anflugraten am Flughafen. Auch vorhandene Kollisionswarnsysteme wie TCAS oder ADS-B In hätten nicht wirksam gewarnt.
Insgesamt dokumentierte die NTSB mehr als 15.000 gefährliche Annäherungen zwischen Flugzeugen und Hubschraubern im Raum Washington zwischen 2021 und 2024. Diese Daten seien weder ausreichend ausgewertet noch für Sicherheitsmaßnahmen genutzt worden. Die Behörde kritisiert zudem Defizite in den Sicherheitsmanagementsystemen von FAA und US-Armee sowie eine zu dichte Flugplanung der Airlines, die den Arbeitsdruck in der Flugsicherung zusätzlich erhöhe.