Kleine, günstige Drohnen verändern zunehmend das Gefechtsfeld. Besonders sogenannte FPV-Drohnen gelten als schwer abzufangen, weil klassische Luftverteidigungssysteme oft zu teuer oder ungeeignet sind. Das Münchner Defence-Tech-Unternehmen Skylanx stellt deshalb auf der Übung Medic Quadriga 2026 eine modulare Plattform zur laserbasierten Drohnenabwehr vor.
Die Lösung kombiniert Sensorik, Analyse-Software und Laser-Effektoren in einer offenen Architektur. Sie soll sowohl militärische Einheiten, Konvois und Einsatzbasen schützen als auch zivile Infrastruktur wie Flughäfen oder Industrieanlagen.
Skylanx setzt auf kompakte Laser mit drei bis acht Kilowatt Leistung, die mobil einsetzbar sind und auch auf leichten Fahrzeugen integriert werden können. In einem Test durchdrang ein Drei-Kilowatt-Laser aus 1100 Metern Entfernung innerhalb von etwa zehn Sekunden eine 1,2 Millimeter dicke Stahlplatte.
Ein Vorteil des Systems liegt im schnellen Zielwechsel. Der Laserstrahl wird über Hochgeschwindigkeitsspiegel gesteuert und kann mehrere Ziele nacheinander bekämpfen, etwa bei Angriffen durch Drohnenschwärme.