Eine Tecnam P2006T eines privaten Besitzers: Ähnlichkeit mit dem Vulcanair-Modell.

Gemeinsame GeschichteTecnam und Vulcanair - die Zwillinge aus Italien

Ein Streit und eine Insolvenz führten zur Gründung von Tecnam und Vulcanair. Dass die Flugzeuge der beiden italienischen Hersteller sich ähneln, hat einen historischen Grund.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Neue Autos sehen häufig sehr ähnlich aus - selbst wenn sie von unterschiedlichen Herstellern stammen. Einerseits führen aerodynamischer Bedürfnisse und neue Technologien dazu, dass sich die Konstruktionen einander annähern. Außerdem arbeiten viele Autohersteller zusammen, um Kosten zu sparen, indem sie etwa das gleiche Fahrgestell für verschiedene Marken entwickeln.

Auch in der Luftfahrtindustrie gibt es Ähnlichkeiten - wenn auch deutlich seltener. Auch das liegt an den aerodynamischen Bedürfnissen. Die Modelle von Tecnam und Vulcanair sind aber fast schon Zwillinge. Das hat aber einen anderen Grund. Es liegt an ihrer gemeinsamen Geschichte. Sie basieren auf Arbeiten des inzwischen nicht mehr existierenden Flugzeugherstellers Partenavia.

Ein Erfolgsmodell, aber kein Erfolg

Partenavia wurde 1957 von Luigi und Pascale in Neapel gegründet. Er war erfolgreich mit dem Bau und Verkauf leichter einmotoriger Flugzeuge wie der P.66. Ihr wohl berühmtestes und erfolgreichstes Flugzeug ist jedoch die zweimotorige sechssitzige P.68 Victor. Neben der Beförderung von Passagieren wird das Flugzeug auch vom Militär, den Strafverfolgungsbehörden und anderen Regierungsbehörden als Luftvermessungsflugzeug eingesetzt. Bislang wurden mehr als 400 Exemplare gebaut.

Eine Vulcanair P.68R eines privaten Besitzers. Bild: Robert Erenstein

Trotz des Erfolges führten finanzielle Schwierigkeiten 1981 zum Verkauf des Unternehmens an die italienische Staatsgesellschaft Aeritalia. Ein anderer Führungsstil veranlasste die Kernbelegschaft aber nach einiger Zeit, das Unternehmen zu verlassen. Sie gründeten 1986 Tecnam. Partenavia dagegen wurde 1998 insolvent.

Vulcanair wartet noch auf  den Durchbruch

Dies nutzte der neapolitanische Ersatzteilhersteller Vulcanair (der seinen Namen vom  Vesuv ableitet). Er übernahm alle Vermögenswerte, Warenzeichen, Entwürfe und Rechte der insolventen Partenavia. Er konzentriere sich auf die Förderung der verschiedenen P.68-Versionen für Beobachtungs- und Spezialmissionsflüge sowie den Passagiertransport. Angesichts der weltweiten Zunahme einmotoriger Flugzeuge wurde die V1.0 entwickelt, die 2014 ihren Erstflug absolvierte und auf der Partenavia P.64B basiert. Bislang wurde sie allerdings nur in einer sehr geringen Stückzahl verkauft.

Tecnam hatte derweil mit dem Bau von Ultraleichtflugzeugen wie der P.92 Eaglet Erfolg. Bisher wurden mehr als 2600Exemplare gebaut. Dies motivierte die Firma, wieder kleine zweimotorige Flugzeuge zu bauen. Nachdem Vulcanair das Erbe von Partenavia übernommen hatte, musste ein neues Design her. Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass die jahrelange Konstruktionserfahrung bei Partenavia in die daraus entstandene P.2006 eingeflossen ist, die 2010 zum ersten Mal flog. Auch die Namenskonvention wurde beibehalten.

Ein Erfolgsmodell, aber kein Erfolg

Sowohl Tecnam als auch Vulcanair  erwähnen, dass sie auf eine 60-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken können. Sie sind zwar unabhängige Unternehmen und somit Konkurrenten. Dennoch arbeiten sie bei der Wartung der Flugzeuge zusammen.

Mehr zum Thema

Eine Tecnam P2012 Traveller: Kundinnen und Kunden können ab sofort zwischen zwei Motoroptionen für den Neunsitzer wählen.

Tecnam lässt bei der P2012 das Kolbenmotorgefühl wieder aufleben

Die Gründer und Inhaber Simon Ambrosius (links) und Moritz Reuter (rechts) vor ihrer Tecnam P2012 Traveller.

Alpen Air will bald mehr als nur Rundflüge anbieten

Animation der neuen Atol Aurora: Die Maschine ist einer Weiterentwicklung der...

Finnen entwickeln Amphibienflugzeug, das in Garage passt

ticker-streik

Italienische Flugsicherung streikt am Freitag

Video

Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hobab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Bildschirmfoto 2026-05-01 um 164538
Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.
Laura Frommberg
Laura Frommberg