Eine Tecnam P2006T eines privaten Besitzers: Ähnlichkeit mit dem Vulcanair-Modell.

Gemeinsame GeschichteTecnam und Vulcanair - die Zwillinge aus Italien

Ein Streit und eine Insolvenz führten zur Gründung von Tecnam und Vulcanair. Dass die Flugzeuge der beiden italienischen Hersteller sich ähneln, hat einen historischen Grund.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Neue Autos sehen häufig sehr ähnlich aus - selbst wenn sie von unterschiedlichen Herstellern stammen. Einerseits führen aerodynamischer Bedürfnisse und neue Technologien dazu, dass sich die Konstruktionen einander annähern. Außerdem arbeiten viele Autohersteller zusammen, um Kosten zu sparen, indem sie etwa das gleiche Fahrgestell für verschiedene Marken entwickeln.

Auch in der Luftfahrtindustrie gibt es Ähnlichkeiten - wenn auch deutlich seltener. Auch das liegt an den aerodynamischen Bedürfnissen. Die Modelle von Tecnam und Vulcanair sind aber fast schon Zwillinge. Das hat aber einen anderen Grund. Es liegt an ihrer gemeinsamen Geschichte. Sie basieren auf Arbeiten des inzwischen nicht mehr existierenden Flugzeugherstellers Partenavia.

Ein Erfolgsmodell, aber kein Erfolg

Partenavia wurde 1957 von Luigi und Pascale in Neapel gegründet. Er war erfolgreich mit dem Bau und Verkauf leichter einmotoriger Flugzeuge wie der P.66. Ihr wohl berühmtestes und erfolgreichstes Flugzeug ist jedoch die zweimotorige sechssitzige P.68 Victor. Neben der Beförderung von Passagieren wird das Flugzeug auch vom Militär, den Strafverfolgungsbehörden und anderen Regierungsbehörden als Luftvermessungsflugzeug eingesetzt. Bislang wurden mehr als 400 Exemplare gebaut.

Eine Vulcanair P.68R eines privaten Besitzers. Bild: Robert Erenstein

Trotz des Erfolges führten finanzielle Schwierigkeiten 1981 zum Verkauf des Unternehmens an die italienische Staatsgesellschaft Aeritalia. Ein anderer Führungsstil veranlasste die Kernbelegschaft aber nach einiger Zeit, das Unternehmen zu verlassen. Sie gründeten 1986 Tecnam. Partenavia dagegen wurde 1998 insolvent.

Vulcanair wartet noch auf  den Durchbruch

Dies nutzte der neapolitanische Ersatzteilhersteller Vulcanair (der seinen Namen vom  Vesuv ableitet). Er übernahm alle Vermögenswerte, Warenzeichen, Entwürfe und Rechte der insolventen Partenavia. Er konzentriere sich auf die Förderung der verschiedenen P.68-Versionen für Beobachtungs- und Spezialmissionsflüge sowie den Passagiertransport. Angesichts der weltweiten Zunahme einmotoriger Flugzeuge wurde die V1.0 entwickelt, die 2014 ihren Erstflug absolvierte und auf der Partenavia P.64B basiert. Bislang wurde sie allerdings nur in einer sehr geringen Stückzahl verkauft.

Tecnam hatte derweil mit dem Bau von Ultraleichtflugzeugen wie der P.92 Eaglet Erfolg. Bisher wurden mehr als 2600Exemplare gebaut. Dies motivierte die Firma, wieder kleine zweimotorige Flugzeuge zu bauen. Nachdem Vulcanair das Erbe von Partenavia übernommen hatte, musste ein neues Design her. Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass die jahrelange Konstruktionserfahrung bei Partenavia in die daraus entstandene P.2006 eingeflossen ist, die 2010 zum ersten Mal flog. Auch die Namenskonvention wurde beibehalten.

Ein Erfolgsmodell, aber kein Erfolg

Sowohl Tecnam als auch Vulcanair  erwähnen, dass sie auf eine 60-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken können. Sie sind zwar unabhängige Unternehmen und somit Konkurrenten. Dennoch arbeiten sie bei der Wartung der Flugzeuge zusammen.

Mehr zum Thema

Eine Tecnam P2012 Traveller: Kundinnen und Kunden können ab sofort zwischen zwei Motoroptionen für den Neunsitzer wählen.

Tecnam lässt bei der P2012 das Kolbenmotorgefühl wieder aufleben

Die Gründer und Inhaber Simon Ambrosius (links) und Moritz Reuter (rechts) vor ihrer Tecnam P2012 Traveller.

Alpen Air will bald mehr als nur Rundflüge anbieten

Animation der neuen Atol Aurora: Die Maschine ist einer Weiterentwicklung der...

Finnen entwickeln Amphibienflugzeug, das in Garage passt

Cessna 172N Skyhawk einer Schweizer Flugschule: Vorsicht bei Flügen nach Italien.

Italien macht Jagd auf Privatflugzeuge mit Nicht-EU-Kennung

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin