Der Superjet 100: Die Neuversion soll ein Drittel mehr Sitze fassen.

Sukhoi lanciert neuen Superjet

Das russische Flugzeug hat zwar etliche Probleme. Dennoch will Hersteller Sukhoi schon bald die neue, größere Version Superjet NG bauen.

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Bei der Sukhoi-Mutter United Aircraft Corporation organisiert man bereits das Geld. Etwa 300 Millionen Rubel (7 Millionen Euro) jährlich braucht nach Unternehmensangaben die Entwicklung der vergrößerten Version des Superjet 100, die vorerst Superjet NG genannt wird. Die bringt man selber auf. Der Staat werde sich daran vorerst nicht beteiligen, erklärte der russische Vize-Industrieminister Juri Sljusar gegenüber der Wirtschaftszeitung Vedomosti. Erst ab 2016 würden auch staatliche Gelder gesprochen. Wie hoch die Zuschüsse sein werden, sei aber noch nicht klar.

Der Superjet NG wird in der Basisversion 130 Sitzplätze und maximal 160 Plätze aufweisen. Er wird damit zwischen dem Superjet 100 und der von United-Aircraft-Tochter Irkut neu entwickelten MS-21 angesiedelt und soll so das Angebot an russischen Jets abrunden. Die jetzige Version mit rund 95 Plätzen steht demnach in puncto Kapazität am unteren Ende des Spektrums, die MS-21 mit rund 210 am oberen.

Tiefe Entwicklungskosten

Die neue Angebotsstrategie legte die Regierung zusammen mit der United Aircraft Corporation vor. In diesem Zusammenhang wurde auch beschlossen, dass die Kleinversion der MS-21 – die MS-21-200 – mit 150 Plätzen nicht gebaut wird. Dieses Segment soll mit dem Superjet NG abgedeckt werden, berichtet Vedomosti. Alle Flieger könnten dereinst auch unter einem einheitlichen Namen vertrieben werden, so ein Sprecher des Unternehmens.

Das neue Flugzeug soll schon 2019 oder 2020 auf den Markt kommen. Geplant ist, dass das Flugzeug im Kern auf dem Superjet 100 aufbaut, aber auch Technologien der MS-21 übernommen werden. So sollen Tragflächen und Triebwerke der MS-21 übernommen werden. Dadurch hofft United Aircraft Corporation auf sehr tiefe Entwicklungskosten.

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Redaktion