Boeing 737 von Fly Safair: Die Airline expandiert.

Fly Safair und Lift Südafrikanische Airlines wollen Comairs Ende ausnutzen

Comair hinterlässt eine Lücke im südafrikanischen Luftfahrtmarkt. Mit Fly Safair und Lift wollen zwei Fluggesellschaften diese Chance nutzen.

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Seit dem 9. Juni ist klar: Der ältesten privaten Airline Südafrikas gelingt kein Comeback. Comair, die unter den Marken British Airways und Kulula flog, wird liquidiert.

Die Lücke, welche die Fluggesellschaft hinterlässt, wollen nun Konkurrenten füllen. Etwa die Billigairline Fly Safair. Nachdem sie sich zuvor stets auf den Inlandsmarkt konzentriert hatte, nahm sie im März bereits zwei wöchentliche Flügen von Johannesburg nach Mauritius auf. Jetzt plant sie einen größeren internationalen Ausbau.

Neue Ziele für Boeing-737-Flotte

Jetzt hat Fly Safair auch Flüge beantragt von Johannesburg nach Sansibar, auf die Seychellen, nach Bulawayo in Simbabwe und nach Nairobi in Kenia. Ebenso von Kapstadt zu den Victoria Falls in Simbabwe. Und von Johannesburg und Kapstadt nach Maputo in Mozambique, Lusaka und Livingstone in Sambia, Gaborone in Botswana sowie Luanda in Angola. Auch die Frequenz der Flüge nach Mauritius soll steigen.

Fly Safair betreibt eine Flotte, die aus fünf Boeing 737-400 und 15 Boeing 737-800 besteht.

Lift will Airbus-Flotte ausbauen

Auch die jüngste südafrikanische Fluggesellschaft will die von Comair hinterlassene Lücke nutzen. Airline-Mitgründer und -Chef Jonathan Ayache sagte dem Portal Moneyweb, eine Expansion von Lift sei sowieso geplant gewesen, das Ende von Comair beschleunige die Wachstumspläne nun aber. «Wir wollen unsere Flotte bis zum Ende des Jahres auf das Zwei- bis Dreifache vergrößern», so Ayache. Das soll offenbar mit Jets von Airbus geschehen.

Lift betreibt auf der Strecke Johannesburg - Kapstadt derzeit drei Airbus A320, die je 150 Sitze in der Economy Class hat sowie zwölf Premiumplätze. Künftig erwägt die Airline auch, weitere Inlandsrouten anzubieten, etwa von Johannesburg nach Durban.

Kein Ersatz für SAA-Tochter Mango

Zwar wird Lift mit dem Takatso-Konsortium, das 51 Prozent von South African Airways übernehmen will, künftig einen gemeinsamen Anteilseigner haben. Dennoch will sie nicht die gegroundete SAA-Billigtochter Mango beerben. Man sehe sich nicht als Billig-, sondern als Premium-Airline und wolle South African Airways Konkurrenz machen, so Ayache.

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